ERICH WIESNER
Das Wahlergebnis stand fest, bevor bei den gestrigen Präsidentenwahlen in Berg-Karabach der erste Stimmzettel in die Urne flog. Gegen Sicherheitschef Bako Sachakjan hatten dessen vier Mitbewerber gleich aus zwei Gründen keine Chance: Ihm gehörte nicht nur die Unterstützung der Republikanischen Partei von Armeniens Staatschef Robert Kotscharjan, der bis 1998 selbst in Karabach Präsident war. Für Sachakjan legte sich auch der Kreml ins Zeug. Denn dieser hatte schon dem sowjetischen KGB treu gedient. So, wie direkt oder indirekt auch die Chefs der anderen Separatistenregionen auf dem Gebiet der ehemaligen UdSSR: Abchasien und Südossetien oder Transnistrien. Weil Moskau ihnen den Rücken stärkt, siegen hier wie dort stets pro-russische Kandidaten mit überwältigenden Mehrheiten.
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