Kategorie(n) | Turkmenistan

Neuer „Turkmenbashi“ gibt dem Westen Rätsel auf

Veröffentlicht am 07 August 2007 von Paul Becker


Gurbanguly Berdymuchammedow sammelt als neues turkmenisches Staatsoberhaupt Ämter und gibt sich als Reformer.

Mit kleinen Visitenkarten kommt Gurbanguly Berdymuchammedow nicht mehr aus – und das nicht nur wegen seines etwas langen Namens. Denn der Herrscher über das zentralasiatische Turkmenistan braucht mittlerweile viel Platz, um alle seine Funktionen unterzubringen: Präsident, Ministerpräsident, General – und seit Sonntagabend Vorsitzender der Einheitspartei, der „Demokratischen Turkmenischen Partei“.

Mit dieser Ämterkumulation knüpft Berdymuchammedow (50) an die Tradition seines Vorgängers Saparmurat Nijasow an, der sich als „Turkmenbashi“ (Vater der Turkmenen) in den Mittelpunkt eines gnadenlosen Personenkults stellte und die Ex-Sowjetrepublik 21 Jahre mit harter Hand und in völliger Isolation regierte. Die einzigen Kontakte gab es mit Russland, das einen Großteil des turkmenischen Erdgases an den Westen weiterverkauft. Im Dezember 2006 starb Nijasow, im Februar wurde Berdymuchammedow sein Nachfolger.

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