Der Eigentümer von Westinghouse, Toshiba, holt den Uran-Produzenten Kasachstan ins Boot.
Der kasachische Staatskonzern Kazatomprom will sich beim US-amerikanischen Konstrukteur von Atomkraftwerken, Westinghouse, einkaufen. Konkret: Der japanische Mehrheitseigentümer von Westinghouse, Toshiba, tritt um 540 Mio. Dollar zehn Prozent seiner Anteile an Kasachstan ab. Toshiba hatte im Oktober 2006 für 4,16 Mrd. Dollar einen 77-prozentigen Anteil an Westinghouse von British Nuclear Fuels erworben.
Zugang zu Uran
Sowohl Toshiba als auch Kazatomprom versprechen sich große Vorteile von dem Deal: Der japanische Konzern will Zugriff auf die kasachischen Uran-Vorkommen. Uran ist derzeit am Weltmarkt Mangelware, Kasachstan ist das drittgrößte Produzentenland und verfügt über rund ein Fünftel der weltweiten Reserven. Neue Reaktoren, die von Westinghouse gebaut würden, hätten nun eine garantierte Brennstoff-Versorgung, hieß es am Montag im kasachischen Almaty.
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