Die bevorstehende Räumung des Schriftstellerverbandes und das Vorgehen gegen Medienunternehmen sind zwei neue Fälle einer eigenartigen Politik der Privatisierung in Georgien. Die Regierung Saakaschwili war in den letzten Monaten verschärft gegen kritische Stimmen vorgegangen. So wurde am vergangenen Wochenende ein Gebäude geräumt, in dem mehrere unabhängige Medien und auch ein regierungskritischer Fernsehsender beheimatet waren.
Die Aktionen der Regierung Saakaschwili lassen dabei wenig Verständnis für Demokratie und wirtschaftliche Planung sowie soziales Verständnis erkennen. So wird ein Kindergarten im Vorort Gldani (Tbilisi), der vor kurzem renoviert wurde und über eine gute Ausstattung an Material und Erziehern verfügt, als einer von rund 50 in Tbilisi geschlossen. Die Kinder müssen dafür in einen heruntergekommenen Kindergarten umziehen, in dem sie erheblich schlechtere Bedingungen vorfinden, der miserabel ausgestattet ist und zudem noch direkt an einer Hauptverkehrsstraße liegt. Ob in dem renovierten Gebäude ein weiterer Vergnügungspark eingerichtet werden soll, ist derzeit unklar.
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