Sechs Wochen vor den vorgezogenen Parlamentswahl zeigt die neueste Umfrage, das Julija Tymoschenko mit ihrem Wahlblock an Stimmen zugelegt hat. Dieser Zuwachs, so das Soziologische und Politische Zentrum, gehen zu Lasten der Partei der Regionen mit Premier Janukowitsch und auch zu Lasten des Präsidentenblocks aus Unsere Ukraine und Selbstverteidigung des Volkes.
Die Umfrageergebnisse basieren auf Befragungen von 2.100 Personen über 18 Jahre in 16 Regionen der Ukraine und in Kiew zwischen dem 23. Juli und dem 1. August 2007. Nach Angaben des Zentrum liegt die mögliche Fehlerquote bei 2,3 Prozent. Nach dieser Umfrage, die der bekannten deutschen “Sonntagsfrage: wie würden Sie wählen, wenn …”, entsprach, würden nur vier Parteien die 3 Prozent – Hürde schaffen: die Partei der Regionen, der Block Julija Tymoschenko, der Präsidentenblock und die Kommunistische Partei der Ukraine.
26,3 Prozent der Befragten antworteten, dass sie die Partei der Regionen wählen würden. Dies bedeuten einen geringen Verlust gegenüber den vorherigen Umfragen, doch sie bleibt stärkste Partei. Den grössten Zuwachs hat der Block Julija Tymoschenko, der auf 21,4 Prozent kommt, doch der Zuwachs geht zum grössten Teil zu Lasten des Präsidentenblocks, der nur 14,1 Prozent erreicht. Die Kommunisten bleiben unverändert bei 4,7 Prozent. Die Sozialistische Partei von Oleksandr Moros bleibt mit 1,1 Prozent deutlich unter der 3 Prozent – Hürde. Da beide Blöcke eine Koalition eingehen wollen, hätten sie nach dieser Umfrage rein rechnerisch eine Mehrheit von 35,5 zu 31 Prozent.
Überraschend der Prozentsatz, derer, die erklärten, sie würden nicht zur Wahl gehen, denn der beträgt 10,2 Prozent. 3,7 Prozent erklärten, sie würden gegen alle Parteien auf dem Wahlzettel stimmen. Weitere 5,6 Prozent erklärten, sie würden für andere Parteien stimmen und 9,3 Prozent gaben an, sie hätten sich noch nicht auf eine Partei festgelegt. Mit anderen Worten, vor Beginn des Wahlkampfes sind rund ein Drittel der Befragten gegen die vier etablierten politischen Gruppen. Das von den Parteien zu mobilisierende Potential liegt bei rund 20 Prozent der Bevölkerung, die entweder noch unentschieden sind oder nicht an der Wahl teilnehmen wollen. Eins wird auch sehr deutlich, dass keine Partei die absolute Mehrheit erreichen wird.
Quelle: ua-now.com






