Zunächst zu dem Background des CPI (Corruption Perception Index). Auf der deutschen Seite des TI (Transparency International) wird der CPI folgendermaßen beschrieben:
Der CPI konzentriert sich auf Korruption im öffentlichen Sektor und definiert Korruption als den Missbrauch von öffentlicher Macht zum privaten Nutzen. In den Umfragen, die für die Erstellung des CPI genutzt werden, geht es meist um Fragen im Zusammenhang mit dem Missbrauch öffentlicher Macht zum privaten Nutzen (zum Beispiel Bestechung von Amts- oder Mandatsträgern, Zahlung von Kickbacks bei der Vergabe öffentlicher Aufträge, Unterschlagung öffentlicher Gelder) oder um Fragen, die auf die Wirksamkeit von Anti-Korruptions-Maßnahmen abzielen.
Zu den Quellen:
Der CPI 2007 umfasst 14 verschiedene Umfragen und Untersuchungen von 12 unabhängigen Institutionen. Transparency International ist immer bestrebt, sicherzustellen, dass die verwendeten Datenmaterialien höchsten Anforderungen entsprechen und die Umfragen mit absoluter Integrität durchgeführt werden. Um im CPI verwendet zu werden, müssen die Daten gut dokumentiert und eine Einschätzung der Reliabilität möglich sein. Alle Quellen müssen eine Rangfolge der erfassten Länder liefern und das Gesamtausmaß der Korruption messen. Diese Anforderungen führen dazu, dass Umfragen, die Korruption mit anderen Fragestellungen verknüpfen, etwa nach der Instabilität des politischen Systems, Dezentralisierungsbestrebungen oder nach Nationalismus, keine Berücksichtigung finden.
Alle Quellen werden hier aufgeführt.
Und nun zu dem eigentlichen Thema des Beitrages:
Unter allen Staaten der ehemaligen Sowjetunion schnitt Usbekistan am schlechtesten ab. Das Land belegte den 175 von 180 Plätzen. Insgesamt schnitten die Zentralasiatischen Staaten sehr schlecht ab: Kasachstan, Kirgistan, Tadschikstan belegten gemeinsam Platz 150, neben Kenia, Sierra Leone und Simbabwe. Turkmenistan wird wegen seiner Verschlossenheit unter dem Turkmenbaschi nicht in der Liste geführt.
Unter den Ländern des Südkaukasus war Georgien am wenigsten Korrupt (Platz 79), gefolgt von Armenien (Platz 99) und Aserbaidschan (Platz 150).
Im europäischen Teil der GUS schnitten Russland und die Weißrussland am schlechtesten ab (Plätze 143 und 150), Ukraine belgte den Platz 118 des Korruptionswahrnehmungsindex, Moldawien landete auf dem 111 Platz.
Am besten unter den Ländern der ehemaligen SU schnitten die Baltischen Länder ab. Lettland und Litauen belegten gemeinsam den Platz 51 und Estland kam auf dem 28 Platz. Das war das zweitbeste Ergebnis (Nach Slowenien – Platz 27) in Gesamtosteuropa.
Paul Becker/ gusnews

Crosslinks:
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