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Präsident Aserbaidschans Ilham Alijew sprach neulich zum ersten Mal offen über die “militärische Lösung des Karabacher Problems”.

“Aserbaidschan befindet sich in einem Kriegszustand. Der Krieg ist nicht beendet, es herrscht nur ein Waffenstillstand. Wir müssen jeder Zeit bereit sein, die besetzten Gebiete auf dem militärischen Wege zu befreien” - sagte er bei der Eröffnung eines Schulzentrums des Staatssicherheitsdienstes.

© Rossijskaja Gazeta


Der Karabacher Konflikt ist ohne jeden Zweifel das Hauptproblem Aserbaidschans. Die nun bereits 15 Jahre andauernden Verhandlungen im Rahmen der Minsker Gruppe der OSZE, brachten nach aserbaidschanischer Meinung bislang noch keine Ergebnisse. Da wundert es nicht, wenn Aserbaidschan immer öfter zu der Kriegsrhetorik greift, zumal aufgrund der explosionsartig gestiegenen Staatseinkünfte nach der Fertigstellung der Baku- Tiflis- Ceyhan Pipeline kann Aserbaidschan sich die Aufrüstung leisten.

Offiziell ist Baku der Meinung, dass die Armenier sich unaufrichtig verhalten und mit allen Mitteln versuchen den Friedensprozess zu sabotieren und dass die Vermittler bei der Überzeugung Jerewans eine konstruktivere Position einzunehmen nicht aktiv genug vorgehen.

Beide Seiten des Konflikts stehen sich unversöhnlich gegenüber. Baku plädiert auf die Beilegung des Konflikts auf der Basis der territorialen Integrität des Landes und verspricht der Region die höchste Autonomiestufe. Jerewan dagegen plädiert für die Unabhängigkeit Bergkarabachs, oder für seinen Anschluss an Armenien.

Die Zeichen im Südkaukasus stehen möglicherweise auf Krieg.

Bei der Ausarbeitung dieses Artikels stützte ich mich auf den Artikel bei den islamnews.ru

Paul Becker/ gusnews

Crosslinks:

- Bergkarabach wählt, Aserbaidschan droht
- Bergkarabach: Autonomie bedeutet Krieg
- Neuer Krieg im Kaukasus? Alijew droht Armenien
- Bergkarabach unterschriebt gemeinsame Erklärung der „Nicht-Anerkannten“
- Die aserbaidshanischen Bürgerrechtler wurden für eine Fahrt nach Bergkarabach mit den Eiern beworfen

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Eine Antwort auf “Aserbaidschan: In Baku verliert man die Geduld”

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