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Turkmenistan: Turkmenbaschis goldene Statue wird abmontiert

Veröffentlicht am 09 Mai 2008 von Paul Becker


Wie die staatseigene Tageszeitung “Neutralny Turkmenistan daily” berichtet befahl Gurbanguly Berdymuhammedow in einer Kabinettssitzung am letzten Freitag die goldene Statue seines Vorgängers Saparmurat Nijasow, bekannt als Turkmenbaschi (Vater aller Turkmenen), die im Zentrum von Aschchabad steht, wird nach der Demontage in den südlichen Außenbezirken der Stadt wieder aufgestellt. Die 12 Meter hohe Statue, die auf einem 20- stöckigen Turm steht und sich im Verlauf der Sonne dreht, so dass das Gesicht Turkmenbaschis ständig der Sonne gewendet ist.

Nijasow, der es mochte Turkmenbaschi genannt zu werden, regierte die Zentralasiatische Republik 21 Jahre lang und entwickelte einen extravaganten Personenkult. Er hat die Wochentage und Monate nach ihm selbst und nach seinen Eltern umbenennen lassen, ließ mehrere Statuen von sich anfertigen und überall in der Republik aufstellen lassen und schrieb etliche Bücher und seine Ruchnama, die von jedem Schüler gelesen werden muss.

In den letzten Jahren seiner Regierung zapfte Nijasow die gewaltigen Energieressourcen seines Landes für ausgefallene Projekte, wie zum Beispiel ein riesiger nach seinen Wünschen und Vorstellungen angelegter See mitten in Kara Kum Wüste, ein gigantischer Zypressenwald, um den Wüstenklima zu ändern, eine 40 Meter hohe Pyramide und die riesige Kiptschak- Moschee .

Nijasow starb im Dezember 2006 im Alter von 66 Jahren.

Gurbanguly Berdymuhammedow lockerte einige drakonische Maßnahmen Nijasows und machte ein paar Schritte hin zur Öffnung Turkmenistans nach außen. Doch nach wie vor wird das Land von einer Partei regiert und kennt keine unabhängige Presse.

Foto: Lenta.ru

Berdymuhammedow, ein ehemaliger Gesundheitsminister hat bereits Münzen mit seinem Portrait prägen lassen und veröffentlichte Bücher seiner Reden – ein in vielen Augen eindeutiges Signal für einen neuen Personenkult.

Während einer Kabinettssitzung am Freitag kündigte Berdymuhammedow eine Amnestie für weitere 900 Gefängnisinsassen, die heute am 9. Mai, dem Feiertag über den Sieg Sowjetunions und westlicher Alliierten über das Nazideutschland, welches noch in vielen ehemaligen Sowjetrepubliken gefeiert wird.

Insgesamt entließ er über 9000 Insassen, darunter 11, die im 2002 einen gescheiterten Attentatsversuch auf Nijasow verübt hatten.

Paul Becker/ gusnews

Crosslinks:

- Turkmenistan: Frauen bekommen ihren Feiertag zurück

- Turkmenistan: Hinrichtung mit der einen Hand, Begnadigung mit der Anderen

- Turkmenistan: Gurbanguly Berdimuhammedow begnadigte tausende Häftlinge

- Turkmenistan lässt Kriegsdienstverweigerer frei

- Turkmenischer Präsident hob die Reisebeschränkungen im Lande auf

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  1. Turkmenistan: Neue Regierung will die Alte in den Schatten stellen | GUS - News sagte:

    [...] ich bereits in einem Artikel vor einer Woche geschrieben habe, plant die Regierung Berdymuhammedows (Berdimuhammedow) Nijasows [...]

  2. Turkmenistan: Denominierung des Manats | GUS- News sagte:

    [...] Nijasows und die letzten Maßnahmen waren die Wiederaufnahme der Gespräche mit Aserbaidschan, die Abmontage der goldenen Statue Nijasows aus dem Zentrum Aschgabads. Am 1. Januar 2009 wurde der Name Saparmurat Turkmenbaschi Nijasows auch zum ersten Mal  in der [...]

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