Kirgisistan wird vielleicht das erste muslimische Land, welches die Prostitution legalisiert hat.
Diese Initiative wurde von einer Reihe Nichtregierungsorganisationen, die von Abgeordneten und Regierungsmitgliedern unterstützt werden, vorgeschlagen. Die Befürworter der Legalisierung sind der Meinung, dass diese Reform zusätzliche Einkünfte in das Budget des Landes bringen würden, denn nach minimalen Einschätzungen gehen diesem Gewerbe allein in Bischkek Tausende Frauen nach. Die Tarife variieren dabei von 10 bis einigen 100 $. Und solch niedrige Tarife locken viele Sex- Touristen aus den angrenzenden Ländern nach Kirgisistan.

Foto: kp.ru
Ein weiterer Grund, der für eine Legalisierung des ältesten Gewerbes in der Welt spricht, ist die Wiederherstellung von Rechten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des horizontalen Gewerbes, die oft von seitens ihrer Zuhälter und der Rechtschutzorgane Demütigungen über sich ergehen lassen müssen. Die Verabschiedung des Gesetzes würde ihnen einen wirksamen Schutz vor Übergriffen bieten und die strengen medizinischen Kontrollen, denen sich jede Prostituierte regelmäßig unterziehen müsste, würden das Tempo der HIV und AIDS Verbreitung abbremsen.
Es gibt aber auch Gegner dieser Initiative, die daran erinnern, das Kirgisistan – eine muslimischer Staat sei und dass die Gesellschaft für die Legalisierung der Prostitution nicht bereit sei, da die gläubigen Menschen diesen Schritt als Beleidigung aufnehmen werden.
Paul Becker/ gusnews

Crosslinks:
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November 6th, 2008 at 03:55
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