Kategorie(n) | Russland, Ukraine

Oberbürgermeister Moskaus Luschkow: Russland muss den Status von Sewastopol als russischer Stadt bestätigen

Veröffentlicht am 14 Mai 2008 von Paul Becker


Russland muss den Status von Sewastopol auf der Krim als einer russischen Stadt bestätigen. Das erklärte der Oberbürgermeister Moskaus, Juri Luschkow, am Dienstag im russischen Fernsehen. Dieser Status könnte, so Luschkow, mit mehreren historischen Dokumenten belegt werden. “Russland kann seine südlichen Grenzen nicht ohne Sewastopol zuverlässig genug schützen.”

“1948 wurde Sewastopol als ein Militärstützpunkt aus dem Verband der Halbinsel Krim herausgegliedert und unmittelbar der zentralen Regierung der Russischen Föderation unterstellt. 1954, als der damalige Staats- und Parteichef Nikita Chruschtschow die Krim-Halbinsel der Ukraine geschenkt hatte, gehörte Sewastopol nicht zu den zu übergebenen Territorien. Auch die Übergabe der Krim selbst erfolge mit Verletzung der damaligen Verfassung der Sowjetunion, die für solche Fälle ein Referendum vorsieht, das aber nie durchgeführt wurde.” “Hat denn die Ukraine einen Grund, sich die Krim und Sewastopol anzueignen? Nein sie hat keinen”, sagte Luschkow.

In einer Stellungnahme zur Entscheidung der ukrainischen Behörden, ihn zu einer Persona non Grata in der Ukraine zu erklären, sagte der Oberbürgermeister, er sei nicht einzuschüchtern. “Die Ukraine hat Angst vor meinen Besuchen auf der Halbinsel und in Sewastopol, weil die Katze weiß, dass sie fremdes Fleisch gefressen hat.” Alles deute darauf, dass der Graben zwischen Russland und der Ukraine immer tiefer werde. Zu diesem Schluss gelang er nach dem er gesehen hat, wie Nationalisten in der Ukraine glorifiziert werden und wie die ukrainischen Behörden das Problem von Sewastopol ansehen, sagte Luschkow.

Am 12. Mai erklärte der ukrainische Sicherheitsdienst Jiri Luschkow wegen seiner jüngsten Äußerungen zu Sewastopol zur Persona non grata und verbot ihm mit sofortiger Wirkung die Einreise in die Republik. Am vergangenen Sonntag sagte Luschkow bei den Feierlichkeiten anlässlich des 225. Jahrestages der russischen Schwarzmeerflotte in Sewastopol, die Frage der staatlichen Zugehörigkeit dieser Stadt sei noch offen und Russland wird diese Frage zu Gunsten seines “Staatsrechts” lösen. Dabei erinnerte er nochmal, dass 1948 Sewastopol zu einer Stadt wurde, die direkt der Gesamtstaatlichen Supposition unterstand bzw. 1954 nicht zu den Territorien gehörte, die Chruschtschow der Ukraine übergab.

Quelle: Ria Novosti

Übersetzung: Paul Becker/ gusnews

Crosslinks:

- Russlands Schwarzmeerflotte gestern, heute und morgen – allen Problemen zum Trotz
- Russland will Raketenabwehr-Anlagen in Ukraine schließen
- „Kiew ist weit weg von der Krim“

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2 Kommentare für diesen Artikel

  1. ruvsusa Says:

    Das Raketenabwehrschild wird in den nächsten Wochen noch genug Sprengstoff bieten. Meiner Meinung muss die Errichtung eines solchen Abwehrschildes mit der EU abgesprochen werden. Polen ist Mitglied der EU.

  2. SlavaRossii Says:

    Ukraine, Russland und Weißrussland gehören zusammen und die ukrainishen Nacis unter Führung Juschenkos sollen dahin gehen wo sie hingehören und zwar zu deren herschen in die USA.

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