Aktuelle Nachrichten und Analysen zu den Themen aus der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten
Bevölkerung
Veränderung der Bevölkerungszahl im Zeitraum 1. Januar - 1. Juni 2008
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Prozentuell gesehen gibt es einen höheren natürlichen Zuwachs der Bevölkerung in den ländlichen Gebieten der Republik. Die Verstädterung nimmt zu, was eventuell die Gefahr der Entvölkerung bestimmter ländlicher Gebiete nach sich ziehen kann.
Lebenserwartung bei der Geburt
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Erfreulich ist, dass nach Jahren der Stagnation (insbesondere bei der Lebenserwartung der Männer bei der Geburt) die Tendenz wieder steigend ist.
Migration
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In den letzten 4 Jahren zeigt sich in Kasachstan ein neuer Trend. Die negativen Migrationsbilanzen insbesondere der 90er Jahre, die zu einer Bevölkerungsverringerung von rund 20 auf 15 Millionen Einwohner geführt hatten wurden seit 2004 umgekehrt. Es reisen mittlerweile mehr Menschen in die Republik ein, als es ihr den Rücken kehren. Die Struktur der Immigranten kann man folgendermaßen beschreiben: Gastarbeiter aus den anderen zentralasiatischen Republiken, die wegen der höheren Einkünfte in Kasachstan meist saisonal arbeiten, Arbeitsmigranten aus den anderen GUS- Ländern und Ländern des fernen Auslands (mittel- bis hochqualifizierte Migranten) und Migranten aus den Industrieländern, die entweder in ausländischen oder in Joint Venture Firmen arbeiten und meist hochqualifizierte Spezialisten auf ihrem Gebiet sind und nicht zu unterschätzen ist auch der Anteil der ethnischen Kasachen, die zum Beispiel aus der Mongolei in ihre historische Heimat auswandern. Ihre Zahl beläuft sich auf rund 1 Million.
Beschäftigung (in Tausend)
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Wie wir sehen steigt sowohl die Anzahl der Erwerbspersonen, als auch die Zahl der Erwerbstätigen in Kasachstan an. Sowohl das offizielle Niveau der Arbeitslosigkeit, als auch die Niveaus der Jugend- und Langzeitarbeitslosigkeit konnten in den letzten Jahren gesenkt werden. Jedoch spiegeln diese Zahlen wie so oft nicht die tatsächliche Höhe der Arbeitslosigkeit wieder, weil viele Erwerbslose sich schlicht und einfach nicht in den zuständigen Agenturen für Arbeit arbeitslos melden und weil es relativ hohes Niveau der Schattenwirtschaft gibt, in der viele der registrierten und nicht registrierten Arbeitslosen arbeiten.
Einkommen und Ausgaben der Bevölkerung
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Diese Zahlen beruhen laut der Statistikbehörde Kasachstans auf Schätzungen von Experten und sind deswegen nur mit Vorsicht zu genießen. Die Tendenz ist jedoch ganz klar: Steigende nominale Durchschnittseinkommen führen zu mehr Ausgaben für Konsum in den Haushalten, wobei es nicht ersichtlich ist, ob es sich dabei um Verbesserung der Lebensverhältnisse, oder um Inflationsausgaben handelt. Ich vermute, dass es sich dabei um beides geht.
Renten und Sozialtransferleistungen
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Im Mai 2008 wurde das offizielle Existenzminimum in Kasachstan auf 12004 Tenge (rund 65€) angehoben. Unabhängige Spezialisten sprechen aber von einem Existenzminimum von 25000- 30000 Tenge (rund 135- 162€). Somit würde der Anteil der Bevölkerung, der unterhalb der Armutsgrenze lebt bedeutend höher als 12,7% ausfallen.
Wenn man aber bereits die Empfänger der staatlichen Sozialleistungen und die Rentner summiert und deren prozentualen Anteil an der Bevölkerung ausrechnet kommt man bereits auf rund 15,22%. Wenn man dabei noch die Bevölkerungsanteile hinzurechnen würde, die nur über Mindesteinkommen verfügen, dann würde man auf rund 25% der Bevölkerung kommen. Natürlich muss man auch bestimmte Prozentsätze subtrahieren (weil viele Menschen Nebeneinkommen in der Schattenwirtschaft haben und diese verständlicherweise nicht deklarieren). Summa summarum kann man wahrscheinlich von rund 20% der Bevölkerung sprechen, die unterhalb des Existenzminimums lebt (meistens handelt es sich dabei regionalunabhängig um Dorfbewohner, weil die Stadtbewohner mehr Möglichkeiten haben ihr Einkommen zu verbessern).
Quelle der Statistik: stat.kz (Staatliche Statistikbehörde Kasachstans)
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Crosslinks:
- Sozio- ökonomische Entwicklung der Republik Kasachstan im Zeitraum Januar- Juli 2007
- GUS: Prognosen des statistischen Komitees der GUS für 2008
- GUS: Sozio- ökonomische Zahlen für 2007
- Wirtschaft: Ukrainische Inflation im ersten Quartal höher als in Russland
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