Tadschikistan beschuldigt usbekischen Geheimdienst

Veröffentlicht am 24 Juli 2008 von Paul Becker


Tadschikisches Gericht beschuldigte die Sicherheitsdienste des benachbarten Usbekistans in dem Terrorakt, einer Explosion vor dem Gebäude des Obersten Gerichtes involviert zu sein. Diese Erklärungen können ohnehin schon angespannten Beziehungen zweier zentralasiatischer Republiken weiter verschlechtern.

Der Vorsitzende des Obersten Gerichtes Nusratullo Abdullojew erklärte, dass die usbekische Geheimpolizei dem 27- jährigen Komildschonu Ischankulow, der in der Hauptstadt Tadschikistans wohnte, aufgetragen hat, eine Serie von Terrorakten durchzuführen, die im Rahmen einer Destabilisierungsstrategie Tadschikistans durchgeführt werden sollten.

Die usbekischen Sicherheitsdienste verzichteten auf eine Stellungnahme bezüglich dieser Anschuldigungen.

Die Explosion in Juni 2007 wurde zu einem seltenen Akt der Gewalt in diesem armen Land, das an Afghanistan grenzt.  Es gab keine Opfer.

Ischankulow wurde vorige Woche wegen des Staatsverrats und des Besitzes und Anwendens  von Waffen zu 22 Jahren Haft verurteilt.

Im Verlauf der Pressekonferenz erklärte der Chef des Obersten Gerichts, dass die Kontaktperson Ischankulows im usbekischen Sicherheitsdienst der ehemalige Kommandeur einer  bewaffneten Oppositionsgruppe ist, die 1990 im Bürgerkrieg in Tadschikistan involviert war.

Paul Becker für GUS- News

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