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Nach wochenlangen Drohungen, Gegendrohungen, georgischen Truppenverlegungen an die Grenze zu Südossetien und Nordossetischen Freiwillen, die nach Südossetien gingen verwandelte sich der “gefrorene Konflikt” letzte Woche in kriegerische Auseinandersetzungen, die mittlerweile zum offenen Krieg eskaliert sind.

Im Laufe der Woche beschoss die georgische Armee mehrmals die Hauptstadt Südossetiens Zchinvali aus Granatenwerfern. Dies führte zu mehreren Hundert Opfern und einer massenhaften Flucht von Tausenden (insbesondere Frauen und Kindern) in die benachbarte russische Republik Nordossetien.
Seit Gestern eskalierte die Situation und es kam zu einem Krieg zwischen den beiden Kontrahenten. Georgische Armee besetzte bis heute Mittag große Teile Zchinvalis, stieß aber auf erbitterten Widerstand seitens der Ossetischen regulären Kräfte und der Freiwilligenverbänden. Bei den Kämpfen rund um Zchinvali zerstörten die Osseten nach Angaben der ITAR TASS 4 georgische Panzer. Die Anzahl der Opfer geht in Tausende.

Seit heute Mittag änderte sich die Situation gravierend. Nach mehreren Berichten über die ethnischen Säuberungen in Ossetien (Erschießungen russischer Friedenskräfte und ossetischer Zivilisten) griff Russland auf Seiten der Osseten in den Konflikt ein. Ob diese Berichte wahrheitsgetreu sind, oder ob sie als Anlass zum Einmarsch fabriziert wurden lässt sich momentan nicht eindeutig klären. Russische SU 24 und SU 27 werfen Bomben über die Stellungen georgischer Truppen ab und nach den Angaben der RIA Novosti marschierte die 58. russische Panzerarmee trotz georgischer Warnungen (Im Falle russischen Einmarsches drohte die georgische Führung Russland mit Krieg) über den Roksker Tunnel nach Südossetien ein und erreichte mittlerweile Zchinvali. Unterdessen stellten die südossetischen Militärs Georgien einen Ultimatum, in dem es hieß, dass die georgischen Truppen das Land unverzüglich zu verlassen haben.

An dieser Stelle möchte ich Ihnen die Sichtweise des russischen Fernsehens und der BBC präsentieren (die Webseite des Rustavi Fernsehsenders ist zur Zeit nicht erreichbar).
Das staatliche russische Fernsehen über die Ereignisse in Südossetien
BBC über die Ereignisse in Südossetien
Nach den neusten Meldungen began die russische DPNI (???? ???????? ?????? ??????????? ??????????), eine Bewegung gegen die illegale Immigration die Informationen über die “Georgische Fünfte Kolonne“. Das Ziel dieser Bewegung ist die sofortige Deportation von Georgiern aus Russland. Auch die “????”, ??????????? ???? ????????, “??????? ???????” ? “?????? ???????” begannen bereits mit Protestaktionen vor der georgischen Botschaft.

Ich befürchte, dass es auch bald erste Tote in Moskau und anderen russischen Großstädten geben wird. Ich hoffe ich irre mich…
Paul Becker für GUS- News

Crosslinks:
- Russland nahm mehr als 30 000 ossetinische Flüchtlinge auf
- Südossetien: Kosovo ist ein Präzedenzfall, den Alle befürchten
- Konflikte: Abchasien lehnte den deutschen Plan zur Regelung des georgisch- abchasischen Konfliktes ab
- Konflikte: Russlands Eisenbahntruppen marschieren in Abchasien ein.
- Sollen Abchasien und Südossetien von Russland anerkannt werden?
Russland nahm mehr als 30 000 ossetinische Flüchtlinge auf | GUS- News 9August2008
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