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Tbilisi wird evakuiert. Jedoch handelt es sich in erster Linie um die Bewohner eines elitären Bezirks Avlabari, wo sich die Residenz des georgischen Präsidenten befindet. Der Präsident selbst verhängte das Kriegsrecht über das Land und rief zur totalen Mobilisierung auf. Mehr als 100 000 Reservisten werden an den Sammelpunkten erwartet. Sie sollen dem regulären Militär beim was die offiziellen Stellen in Tbilisi nennen “Wiederherstellung der Ordnung auf den vom georgischen Militär befreiten Territorien”.

Verbrennen und Zerstören der südossetischen Hauptstadt und Tausende Todesopfer und Flüchtlinge ist für die georgische Führung also die Wiederherstellung der Ordnung in Südossetien. Noch einen Tag vor dem Angriff machte Saakaschwili friedliche Aussagen, wie “Wir sind bereit uns an den Verhandlungstisch zu setzen”.
Im laufe des heutigen Tages sagte der Saakaschwili gegenüber der CNN, sein Land befindet sich unter den ununterbrochenen Bombardements der russischen Luftwaffe und die russischen Panzer rücken immer näher.
Aber auch russische Position war wie die georgische Seite es mehrmals betonte kein neutraler Beobachter. Die Vergabe russischer Pässe an südossetische und abchasische Bevölkerung war ein wohlüberlegter Schritt. Denn im Falle eines georgischen Angriffes auf Südossetien und/ oder Abchasien würde sich Russland gezwungen sehen das Leben russischer Staatsbürger zu schützen. Und genau das ist jetzt auch eingetreten, wie man aus der Rede Medwedjews heraushören kann:
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Unabhängige Experten sind der Meinung, dass der Angriffszeitpunkt von der georgischen Seite wohlüberlegt war. Denn Erstens ist die öffentliche Aufmerksamkeit den Olympischen Spielen in Beijing gewidmet und Zweitens beeilt sich Saakaschwili dem NATO noch vor den Präsidentschaftswahlen in den USA im November dieses Jahres beizutreten. Denn die Vereinigten Staaten ist die Schlüsselfigur in dem Block und von ihrer Position hängt vieles ab. Kein Land würde die Mitgliedschaft in dem Nordatlantik Pakt bekommen, solange es vor ungelösten territorialen Problemen steht. Das heißt im Klartext Georgien hätte drei Handlungsoptionen gehabt, wenn es bis November die Mitgliedschaft im NATO bekommen wollte:
1. Option
Die Konflikte in Abchasien und Südossetien auf dem diplomatischen Wege zu lösen. Georgien bot bereits den beiden abtrünnigen Republiken den maximal möglichen Autonomiestatus innerhalb Georgiens an, was von den beiden Regierungen in Zchinvali und Suchumi abgelehnt wurde. Auch der Vorschlag von Frank- Walter Steinmeier stieß auf taube Ohren.
2. Option
Georgien verzichtet auf die beiden abtrünnigen Republiken und gewährt ihnen die Unabhängigkeit. Diese Option kommt für Georgien nicht in Frage, da das Land auf keinen Fall auf die Humanressourcen, Bodenschätze und andere Wirtschaftsfaktoren der beiden Republiken nicht verzichten kann und will.
3. Option
Georgien versucht die territoriale Integrität des Landes auf dem militärischen Weg zu erreichen.
Georgische Regierung entschied sich für den dritten Weg. Und die Leidtragende der geostrategischen Machtspielchen ist wieder Mal die zivile Bevölkerung auf allen Seiten des Konfliktes.
Mittlerweile kursiert im russischen Internet die erste Karikatur über Saakaschwili und dem Krieg in Südossetien.

Tagesdienstplan:
3:00 Attacke
6:00 Blitzkrieg
7:00 Frühstuck
12:00 Sieg
17:00 Bitte um Hilfe
Desweiteren wurden dutzende georgische Seiten von Hackern attackiert (vermutlich aus Russland) und zum Absturz gebracht. Bis vor Kurzem hing noch auf der Seite des georgischen Auslandsministeriums dieses Bild:

Mittlerweile ist die Seite nicht mehr erreichbar.
Sowohl der UN- Sicherheitsrat, als auch die Regierungschefs der Europäischen Union, sowie der OSZE riefen zur sofortigen Einstellung der Kriegshandlungen und zur Rückkehr zu den Verhandlungen auf.
Mehr dazu können Sie in einem Bericht des russischen Fernsehsenders Vesti sehen.
Paul Becker für GUS- News

Crosslinks:
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- Krieg in Südossetien
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