Archive | März, 2009

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Abchasien: Bau einer neuen Straße nach Russland beschlossen

Veröffentlicht am 30 März 2009 von Paul Becker

Abchasische Regierung plant den Bau einer neuen Straße, die russische Provinz Karachaewo- Tscherkessien mit den Seehäfen der Republik verbinden wird. Die neue Straße würde die Verbindung um das Dreifache verkürzen, sagte der abchasische Präsident Sergej Bagapsch in einem Fernsehinterview.

Die Straße wird durch den Kodori Tal verlaufen und verbindet in Zukunft den Süden Karachaewo- Tscherkessien mit dem Norden der neuen Republik.

“Man braucht heute 16- 17 Stunden um aus Wladikawkas hierher zu kommen”- sagte Bagapsch im russischen Fernsehsender Vesti am Samstag. “Wenn diese Straße erstmal gebaut ist, verkürzt sich der Weg um das Dreifache”.

Laut Bagapsch werden nur wenige künstliche Bauten von 22 Killometer länge benötigt, um den Ladestrom aus dem südlichen Russland direkt in die Hochseehäfen Abchasiens zu lenken.

Desweiteren erklärte Bagapsch wofür in Abchasien russisches Geld ausgegeben wird. “In erster Linie wird das Geld für den Straßenbau ausgegeben. Das zielt auf Touristen aus Russland ab, die hierher kommen wollen. Russische Staatsbürger sollten auf guten und sicheren Straßen fahren dürfen. Zum Anderen wird das Geld für Rekonstruktionen von Kirchen und anderen Plätzen, die für Touristen vom Interesse sein werden.”- teilte abchasischer Präsident im russischen Fernsehen mit.

Abchasien war zu Sowjetzeiten eine Touristenhochburg. Mit ihrem milden Klima, sauberen Meer und freundlichen und für Kaukasusregion so tüpischen gastfreundlichen Bevölkerung hat die Republik sehr gute Möglichkeiten an die Erfolgsgeschichte von damals anknüpfen zu können.

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Kirgisistan mit dem Mopped

Veröffentlicht am 29 März 2009 von Paul Becker

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Turkmenistan: Bauboom geht weiter

Veröffentlicht am 28 März 2009 von Paul Becker

Saparmurat Turkmenbaschi Nijasow wurde oft als Erbauer- Präsident bezeichnet. Grund für diesen “Spitznamen” bildeten die zahlreichen Megaprojekte des ehemaligen “Vater aller Turkmenen”.

Einige seiner Bauten sind wirklich beeindruckend. In der nachstehenden Bildergalerie finden Sie einige Beispiele der turkmenischen Baukunst:

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Ob die Turkmenbaschi Ruchy (eine Moschee, die bis zu 10 Tausend Gläubige beherbergen kann), Paläste, Monumente, ein Zoo mit Pinguin- Schwimmbecken, Eishalle und ein künstlicher See mitten in der Wüste, oder einer seiner ehrgeizigsten Projekte, die Wüste in einen Wald zu verwandeln, als in 2006 rund um Ashgabad 1000 km² Wüste mit Baumstecklingen bepflanzt wurden, alle diese Projekte von Turkmenbaschi hatten typische Ausmaße für ein totalitäres Regime.

Auch der neue Präsident Turkmenistans Gurbanguly Berdymuhammedow möchte im Nichts nachstehen, wenn es um Großbauprojekte geht.

Dieses Jahr wurde bereits der Bau von 30 neuen Wohnhochhäusern von der turkmenischen Regierung in Auftrag gegeben, darunter das Gebäude des staatlichen Instituts für Transport und Telekommunikation, das in den nächsten Jahren am Neutralitätsprospekt errichtet wird. Die Fassade des Gebäudes bekommt wie die meisten Regierungsgebäude in Ashgabad ein Marmor- Glas Gesicht mit vergoldeten Elementen aus Metall. Die Baugrube für das Gebäude ist bereits ausgehoben.

Auch das Gebäude des Staatsbetriebes “Turkmenhala”, das zusammen mit dem Museum turkmenischer Teppichwebkunst in ein Gebäude zieht, wird mit Sicherheit ins Staunen versetzen. Die Fassade wird nämlich wie ein turkmenischer Teppich mit dem traditionellen nationalen Ornament aussehen. Das Gebäude selbst bekommt ,wie denn auch sonst, eine Marmorverkleidung mit grau- blauen Buntglasfenstern. Besonders beindruckend wird das Gebäude dann bestimmt bei Nacht im Scheinwerferlicht aussehen.

Bild: turkmenistan.ru

Auch das neue Olympische Stadion, was ein unterirdisches Einkaufszentrum beherbergt, wird den modernsten europäischen Stadien im Nichts nachstehen.

Desweiteren soll auch der Bahnhofskomplex komplett rekonstruiert werden. Der Tender für das Projekt wurde bereits ausgeschrieben.

Weitere nennenswerte Bauvorhaben sind das 10- stöckige Gebäude der turkmenisch- russischen Puschkinschule, das neue Gebäude der Stadtpolizei, die Konstruktion der neuen Ruchnamauniversität und ein Baukomplex gegenüber dem zukünftigen Palast “Halk Maslahaty” in dem die Industrie- und Landwirtschaftsministerien ihren Einzug feiern werden.

Wenn es nach den Vorstellungen Berdymuhammedows gehen soll, bekommt die Stadt demnächst auch einen neuen Fernsehturm und einen sechsspurigen Autobahnring um die Stadt herum. Die neue Autobahn soll den innerstädtischen Verkehr entlasten und  befindet sich bereits im Bau. Wie der neue Fernsehturm aussehen soll, bleibt vorerst unbekannt.

Touristischer Großbauprojekt Avaza am Kaspischen Meer. Bild: turkmenistan.ru

Touristisches Großbauprojekt Avaza am Kaspischen Meer. Bild: turkmenistan.ru

Das auf der Grafik abgebildete Großbauprojekt Avaza ist bereits ein Jahr alt. Mehrstöckige Hotels, die an Paläste erinnern, Stadions, Golf- Clubs, Tennis Courts, Schwimmbäder, Diskotheken, im Meer gelegene Luxusrestaurants und orientalische Minicafes, das ist nur ein Auszug aus dem gesamten Bauvorhaben, das am azurblauen Wasser des Kaspischen Meeres liegt und von der berühmten Wüste Kara-Kum (oder Karakum- Schwarzer Sand) und exotischen Bergen umrundet wird.

Doch die Exzentrik Berdymuhammedow kennt anscheinend keine Grenzen. Genau wie sein Vorgänger ließ er am 14. März 2009 300 Tausend Stecklinge beim Gesamtturkmenischen Jofar (Subbotnik) einpflanzen. Dies war auch ein Startschuss für ein Begrünungsprogramm “Grüner Gürtel”. Insgesamt sollen allein diesen Frühling rund 1,5 Millionen Stecklinge eingepflanzt werden. Die Bewässerung dieses grünen Massivs soll nach der aus Israel bekannten Tropfenmethode erfolgen.

Bei der Ausarbeitung diesen Artikels wurden Bilder folgender Seiten benutzt: rosconcert.com/ dostlar.ru/ ashxabat.narod.ru/ skier.com.ua/ mekdep.com

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Ukraine: Industrieunion Donbass in der Schuldenfalle

Veröffentlicht am 27 März 2009 von Paul Becker

Im Jahr 2009 muss die ISD (Industrialnyj Sojus Donbass) 400 Mio. $ an Krediten tilgen (die Gesamtverschuldung des Unternehmens beträgt 3,3 Mrd. $). Experten weisen darauf hin, dass für die Zahlung der Schulden das Unternehmen einige Firmen verkaufen muss.

Das Ende des Jahre 2008 verwandelte sich für die ISD in einen wahren Albtraum. Die Verwirklichung aller Investitionsprojekte in der Ukraine wurde gestoppt, und die Projekte der Modernisierung und Entwicklung der Produktion in den Altschewsker und Dnepr-Metallkombinaten blieben unvollendet. Sergej Taruta erklärte sogar, dass die Unternehmen, welche versuchten Investitionsprogramme für die Entwicklung der Produktion umzusetzen, sich derzeit in einer wesentlich schlechteren Situation befinden, als diejenigen, welche dies nicht taten. “Das kommt daher, dass sie einen bedeutenden Anteil von westlichen Krediten haben und es gibt ein großer Risiko, dass diese zurückgerufen/zurückgefordert werden”, unterstrich der Vorstandsvorsitzende der ISD.

Bildquelle: bos.dn.ua

Bildquelle: bos.dn.ua

Entgegen dem, dass der Vizepräsident des Konsortiums “Industrialnaja Gruppa” (managed das Unternehmen ISD), Alexandr Pilipenko, sofort erklärte, dass die Gesellschaft, ungeachtet dessen seinen Kreditverpflichtungen nachkommen wird, ließ die negative Reaktion der Auditoren nicht lange auf sich warten. Ende November senkte Fitch Ratings ihr langfristiges Rating für den Zahlungsausfall der Gesellschaft “Industrialnyj Sojus Donbass” vom Niveau “B+” auf “B”, den “negativen” Ausblick für das Rating beibehaltend. Diese Prognose wurde mit den Erwartungen der Erlöse und des EBITDA des Unternehmens um 50%, aufgrund der Verringerung der Produktionsmengen und der Preise, auf ein Niveau von 910-950 Mio. $ im Jahr 2009 begründet.

Der Meinung der Agentur nach, wird das Unternehmen begrenzte Reserven bezüglich der bindenden Verpflichtungen bei ihren Bankkrediten (reine Schulden/EBITDA<2,6) im Vergleich zu den Verschuldungsraten am Ende des Jahres 2009 (reine Schulden/EBITDA auf einem Niveau von 2,3-2,5) haben. (?? ?????? ?????????, ? ?????????? ???????? ????? ????? ???????????? ????? ????????? ????????????? ? ?????????? ?? ????? ?????????? ???????? (?????? ????/EBITDA<2,6) ? ????????? ? ???????????? ????????? ?? ????? 2009 ???? (?????? ????/EBITDA ?? ?????? 2,3-2,5). ) Dabei hob Fitch ebenfalls existierende erwartete Tilgungen von Kreditlinien der Gesellschaft im laufenden Jahr hervor – etwa 400 Mio. $ und schätzte die Gesamtschuld der ISD auf 3,3 Mrd. $. Ausgehend davon drückte Fitch ihre Beunruhigung darüber aus, dass die Banken, welche dem Unternehmen Devisenmittel zur Verfügung stellten, die Kreditlinien der ISD einschränken oder nicht mehr refinanzieren könnten, was die ISD kurzfristigen Risiken bei der Liquidität und der Refinanzierung aussetzen könnte.

Bislang sind die Höhen der Schulddienste der ISD bei den ausländischen Aktiva nicht vollständig klar. Bekannt ist, dass im Jahr 2004 die Gesellschaft für 475 Mio. $ das Metallkombinat Dunaferr mit Schulden von 300 Mio. $ erworben hat. Die polnische Huta Stali Czestochowa wurde von der Gruppe im Jahr 2005 für 379,1 Mio. $ privatisiert. Doch in dem Falle wurde die “Industrialnyj Sojus Donbass” mit einer schweren Schuldenlast der Neuerwerbung in Höhe von 440 Mio. $ belastet und ebenfalls mit Investitionsverpflichtungen von 113 Mio. $ und einem Sozialpaket der Summe von mehr als 200 Mio. $. Fraglos konnte die ISD nach dem Erwerb der ausländischen Aktiva einige Verbindlichkeiten tilgen, doch gibt es dazu keine genauen Angaben.

Dmitrij Choroschun, Senior-Analyst der Investmentgesellschaft “Sokrat”, geht davon aus, dass die Perspektiven für das Jahr 2009 sich für die Gesellschaft nur verschlechtert haben. Obgleich die Gruppe am Anfang des Jahres es vermochte wesentliche Produktionsmengen in ihren ukrainischen Unternehmen zu halten (in Januar-Februar reduzierte das Altschewsker Metallkombinat die Stahlproduktion nur um 21% und das Dnepr-Metallkombinat namens Dzier?y?ski um 5%), hält der Experte einen möglichen Rückgang des EBITDA von 40-50% für möglich, was 0,8-1,0 Mrd. $ sind. “Sogar wenn die Schulden um 0,5 Mrd. $ gesenkt werden, wird das Unternehmen am Ende des Jahres Relation von Schulden/EBITDA 2,8-3,5 haben. Das ist spürbar mehr als die bindenden Verpflichtungen bei den Bankkrediten, die Fitch erwähnt hatte”, teilte Choroschun seine Meinung mit.
Es müssen Werke verkauft werden

“Falls es notwendig wird, könnten der Gruppe internationale Finanzgesellschaften Hilfe erweisen. Für die Entwicklung und den Abschluss wichtiger Projekte benötigt die ISD, unseren Einschätzungen nach, 100-200 Mio. $ im Jahre 2009”, erzählt Andrej Gerus. Doch, ist eine Anwerbung von neuen Krediten für die Gruppe in den nächsten Monaten äußerst unwahrscheinlich, daher steht das Management der ISD eher davon sich festzulegen, welches Opfer den Kreditgebern gebracht werden wird. Und Varianten gibt es hier viele. Zum Beispiel geht Alexandr Makarow von der Investmentfirma “Altana Kapital” davon aus, dass im Fall einer scharfen Konjunkturverschlechterung auf dem Stahlmarkt die Gruppe versuchen könnte eines ihrer Unternehmen zu verkaufen. “Die wahrscheinlichsten Kandidaten sind Dunaferr und die Huta Czestochowa. Die zweite Variante – der Verkauf von Minderheitsanteilen an der Gesellschaft an einen Investor oder der Versuch eines Börsenganges sogar unter diesen Krisenbedingungen”, sagt der Experte.

Der Senior-Analyst der Investmentgesellschaft “Sokrat” vermutet, dass dafür, um das Niveau der Schuldbelastung bei den schwierigen Bedingungen auf dem Stahlmarkt annehmbar zu halten, die ISD Kontrollpakete eines Teiles ihrer Aktiva verkaufen muss. Der Experte bestätigt, dass eines der Aktiva wahrscheinlich bereits verkauft ist. Die Rede geht von “EnergoMaschSpezStal”, worauf 156 Mio. $ Schulden zum Stand von 30. September letzten Jahres lagen.

Ein anderes Aktiv welches verkauft werden könnte, ist das Denpropetrowsker Röhrenwerk. “Dieses Unternehmen hat für den 28. April die Jahresaktionärsversammlung mit einer sehr interessanten Tagesordnung angesetzt: insbesondere, wird es eine Abstimmung über die Übergabe der Registerführung geben. Das kann auf Verkaufvorbereitungen hinweisen. Wie aus den Mitteilungen zur Versammlung des Dnepropetrowsker Röhrenwerks folgt, wurde eine Neubewertung der Aktiva durchgeführt, was ebenfalls auf einen baldigen Verkauf hinweisen könnte”, sagte Choroschun. Bei der Investmentgesellschaft “Sokrat” betont man, dass das Dnepropetrowsker Röhrenwerk 115,1 Mio. Hrywnja (ca. 10,46 Mio. €) an ungedeckten Verlusten hat und unabhängig davon, wer das Unternehmen kontrollieren wird, wird es in nächster Zeit eine Kapitalspritze der Aktionäre brauchen.

Dafür. dass man die 3,3 Mrd. $ Schulden zurückzahlt oder wenigstens ein annehmbares Niveau der Schuldlast beibehält, könnte die “Industrialnyj Sojus Donbass” gezwungen sein, auch andere Aktiva zu verkaufen, solche, wie das Dnepr-Metallkombinat namens Dzier?y?ski, das Altschewsker Metallkombinat oder “Altschewskoks”. Der Meinung der Mehrheit der Experten nach, ist der Verkauf von Aktiva der einzige Weg um eine Verletzung der verbindlichen Verpflichtungen bei den Krediten zu vermeiden. So ist es nicht ausgeschlossen, dass sich bald die Karte der Eigentümer der Industrie des Donbass bis zu Unkenntlichkeit wandelt. So könnten eben Schulden zum Hauptmotor des einheimischen Mergers & Acquisitionsmarktes werden.

Dieser Artikel wurde uns von unserem Kooperationspartner Ukraine Nachrichten zur Verfügung gestellt.

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