Russland soll laut Finanzminister Alexej Kudrin die Krise bereits 2012 überwinden, will jedoch mit Anti-Krisen-Maßnahmen mindestens bis 2015 gegen die Folgen kämpfen.
„Russland überwindet die Krise Ende 2012“, sagte Kudrin am Freitag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Dennoch würden bis 2015 weitere Maßnahmen getroffen, um das Haushaltsdefizit abzubauen.
Die russische Regierung habe sich zum Ziel gesetzt, das Haushaltsdefizit, das im vergangenen Jahr 5,9 Prozent betrug, in fünf Jahren auf ein bis zwei Prozent zu verringern. Wenn der Ölpreis nicht unter 70 Dollar je Barrel (159 Liter) falle, könnte die Haushaltslücke 2015 völlig gedeckt werden.
Kudrin erwartet, dass die führenden Ratingagenturen zum Abschluss dieses Jahres Russlands Bonitätsbewertung nach oben korrigieren. Ein Hemmschuh dabei sei die mangelnde Sicherheit auf dem Weltmarkt und in Russland, sagte Kurdin. Die Ratingagenturen sehen ihm zufolge jetzt die Verbesserungen erst aufkeimen.
Die internationale Ratingagentur Fitch hatte bereits am 22. Januar den Ausblick für Russlands Kreditwürdigkeit von “negativ” auf „stabil“ verbessert.
Quelle: Ria Novosti
Kommentar:
Die russischen Exporte sind seit Jahrzehnten von den Preisen für Rohstoffe abhängig, denn rund 70% russischer Exporte sind Rohstoffe, oder Produkte der ersten Verarbeitungsstufe. (vgl. dazu 1, 2, 3, 4)
Sobald die Preise für Rohstoffe im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise absackten, drehte sich auch das Wachstum der russischen Wirtschaft ins Negative und das Land machte zum ersten Mal seit Jahren wieder Bekanntschaft mit dem Haushaltsdefizit.








