Estland, Lettland und Litauen bekommen die Inflation nicht in den Griff. Ökonomen sehen die Wirtschafts überhitzt.
Veröffentlicht am 11 August 2007 von Paul Becker
Estland, Lettland und Litauen bekommen die Inflation nicht in den Griff. Ökonomen sehen die Wirtschafts überhitzt.
Veröffentlicht am 09 August 2007 von Paul Becker
Virenautoren gehen zunehmend die Ideen aus, was das Entwickeln neuer Malware betrifft. Zu diesem Schluss kommt der Sicherheitsexperte Alexander Gostev in seinem aktuellen Quartalsbericht IT-Bedrohungen für Kaspersky Lab Gostev zufolge konnte im Beobachtungszeitraum April bis Juni 2007 von den Sicherheitsspezialisten keine einzige Malware mit einer neuartigen intelligenten Schadroutine entdeckt werden. Gleichzeitig griffen die Virenschreiber wieder vermehrt auf jahrelang erprobte Methoden wie Distributed-Denial-of-Service-Angriffe (DDoS) und das Ausnützen von Browserschwachstellen zurück.
Als Beispiel für eine riesige DDoS-Angriffswelle führen die Kaspersky-Analysten die jüngsten Cyberauseinandersetzungen zwischen Estland und Russland an. Estland war Ende April/Anfang Mai einer Reihe von Hackerattacken auf diverse staatliche Websites ausgesetzt. Die Experten vermuten, dass die Angriffe auf die umstrittene Demontage eines russischen Denkmals in Estland zurückgehen. Neben umfassenden Protesten der russischen Bevölkerung vor Ort wurden in weiterer Folge auch die Websites des estnischen Präsidenten, des Premierministers, des Parlaments, der Polizei und einer Reihe von Ministerien lahmgelegt.
Estnische Politiker führten die von Tausenden Computern mittels Datenanfragen ausgelöste DDoS-Attacke auf die Aktivitäten des russischen Geheimdienstes zurück. Auf hoher politischer Ebene beschuldigte Estland gar den großen Nachbarn des Cyberkriegs und forderte die NATO auf, derartige Aktionen als kriegerische Handlung anzuerkennen. Tatsächliche Beweise für die Beteiligung russischer Regierungsstrukturen an den Attacken konnten freilich nie erbracht werden. Estland zählt seit seiner Unabhängigkeitserklärung zu den IT-Vorzeigestaaten der EU. In der kulturellen wie wirtschaftlichen Abgrenzung zu Russland spielt die IT-Lastigkeit des Landes eine nicht unbedeutende Rolle.
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Veröffentlicht am 09 August 2007 von Paul Becker
Die Regierung in Tallinn hatte Moskau in den vergangenen Wochen beschuldigt, Erdöl- und Transportfirmen angewiesen zu haben, Wirtschaftssanktionen gegen Estland zu verhängen.
Die über Estland laufenden Erdöl-Transporte aus Russland sind wieder auf normalem Niveau angelangt. Das meldete die Wirtschaftsnachrichtenagentur “Baltic Business News” (BBN) am Mittwoch unter Berufung auf estnische Händler und Transportfirmen. In den vergangenen Wochen waren die russischen Erdölexporte via Estland kurzfristig etwa um die Hälfte zurückgegangen.
Ein namentlich nicht genannter Händler sagte laut BBN, die grossteils über die Bahn getätigten Lieferungen erfolgten derzeit wieder in dem von früher gewohnten Ausmass. Eine offizielle Bestätigung von russischen Raffinerien zu erwartenden Liefermengen stehe allerdings noch aus.
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Veröffentlicht am 09 August 2007 von Paul Becker
Die jüngste Versammlung der Veteranen der 20. SS-Division in Estland ist eine schmähliche Veranstaltung gewesen, die die Nazis glorifiziert.
Das geht aus einem Schreiben des Direktors des Jerusalemer Büros des Simon-Wiesenthal-Zentrums, Efraim Zuroff, an den estnischen Botschafter in Israel, Ajno Lepik, hervor. Die Versammlung der SS-Veteranen, die auf der Seite Hitler-Deutschlands gekämpft hatten, Ende Juli in der estnischen Stadt Sinimäe zollte nach Ansicht Zuroffs dem Regime Tribut, das den Holocaust geplant und umgesetzt hat und für den Mord an Millionen unschuldigen Zivilisten verantwortlich ist.
“Wir bitten, unseren Protest an die Regierung von Estland weiterzureichen, die die erforderlichen Maßnahmen ergreifen soll, damit solche Veranstaltungen in Estland nie wieder durchgeführt werden”, heißt es in dem Schreiben.
Veteranen der 20. estnischen SS-Division und Mitglieder des sogenannten “Bundes der estnischen Freiheitskämpfer”, zu dem auch Veteranen des Zweiten Weltkrieges gehören, die auf der Seite Hitler-Deutschlands kämpften, hatten am 28. Juli eine traditionelle Versammlung anlässlich des Jahrestages der Kämpfe bei Sinimäe durchgeführt. Estlands Verteidigungsminister Jaak Aaviksoo richtete eine Grußbotschaft an die Veteranen. Vor ihnen sprach der namhafte Abgeordnete des estnischen Parlaments Trivimi Velliste, der immer an solchen Veranstaltungen teilnimmt.
1944 hatten sich die Hitler-Truppen und die Sowjetarmee monatelang im Raum von Sinimäe erbitterte Kämpfe geliefert. Die Verluste auf beiden Seiten werden auf knapp 200 000 Soldaten geschätzt. In Sinimäe befinden sich ein Denkmal für Sowjetsoldaten, ein Gedenkstein für die estnischen SS-Leute und Gedenkstätten für Dänen, Niederländer, Norweger, aber auch für SS-Legionäre aus anderen Ländern. Dem “Bund der estnischen Freiheitskämpfer” gehören gegenwärtig knapp 3000 Mitglieder an.
Quelle: RIA Novosti