Tags: , , , , , , ,

Kirgisistan: Einrichtung des russischen Stützpunktes in Kant soll mit Waffen bezahlt werden

Veröffentlicht am 15 September 2010 von Paul Becker

Am Montag, den 13. September 2010 empfing der russische Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow seinen kirgisischen Kollegen Abibulla Kudayberdiev.

Wie die russische Zeitung “Kommersant” am Dienstag berichtete, schlug der kirgisische Verteidigungsminister Moskau vor, so schnell wie möglich eine Einigung über die fünf verbleibenden russischen Militärstützpunkte im Land zu erzielen. Kirgisistan wäre nach Angaben der Zeitung bereit, die russischen Stützpunkte zu einem gemeinsamen Stützpunkt zusammenzulegen und Moskau einen 49-jährigen Pachtvertrag anzubieten. Die Pachtzahlungen sollen dabei in Waffen geleistet werden. Nach dem Ablaufen des Vertrags kann dieser auf weitere 25-jährige Perioden verlängert werden. Die Höhe der Pacht ist bislang unbekannt.

Generalmajor Abibulla Kudayberdiev wurde am 21. Juli an Stelle von Ismail Isakov zum kirgisischen Verteidigungsminister ernannt. Dies war sein erster Besuch in dieser Funktion in Moskau.

Eine zentrale Rolle unter den fünf russischen Militärobjekten in Kirgisistan spielt der 999. Luftwaffenstützpunkt in Kant. Daher wird dieser jetzt auch als Favorit für die Zusammenlegung gehandelt.

weiterlesen

Kommentare (2)

Tags: , , , , , , , , , ,

Russland- Kasachstan und Weißrussland: Dreier Zollunion unterzeichnet

Veröffentlicht am 05 Juli 2010 von Paul Becker

Am heutigen Vormittag unterzeichneten die Präsidenten der drei Nachfolgeländer der Sowjetunion nach langen Verhandlungen einen Vertrag über eine gemeinsame Zollunion.

Dies teilte der der russische Präsident Dmitri Medwedew heute früh der Presse mit. Mit einigen Ausnahmen sind im gemeinsamen Zollraum die Zollgebühren und wirtschaftlichen Beschränkungen aufgehoben. Auch für Importgüter gilt für die Länder der Zollunion ab sofort ein einheitlicher Zolltarif.

Insgesamt entfielen 2009 rund 14,54% (eigene Berechnungen, basierend auf den Daten des Rosstat) des russischen Außenhandelsumsatzes auf die GUS- Länder und Georgien. Der Löwenanteil ging dabei auf das Konto von Weißrussland und Kasachstan (50,29%, eigene Berechnungen, basierend auf den Daten des Rosstat).

Weitere Länder der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten bekundeten bereits ihr Beitrittsinteresse.

Bei der Ausarbeitung von diesem Artikel wurden Materialien von Ria Novosti und Rosstat benutzt

Paul Becker

Kommentare (3)

Tags: , , , , , , , , ,

Russland: Ethnische Sympathien und Antipathien der russischen Bevölkerung

Veröffentlicht am 22 Juni 2010 von Paul Becker

Der Gesamtrussische Zentrum für Untersuchung der öffentlichen Meinung (WCIOM) führte am 20. Mai 2010 eine landesweite Umfrage durch.  Das Thema der repräsentativen Umfrage lautete: Ethnische Sympathien und Antipathien der russischen Bevölkerung. Insgesamt wurden 1600 Menschen in 140 Ortschaften befragt. Die statistische Abweichung liegt bei unter 3,4%.

Grafik 1: Menschen welcher Nationalität sympathisieren Sie am Meisten?

Ethnische Sympathien der Russen in 2010 (offene Frage, beliebige Anzahl der Antworten)

weiterlesen

Kommentare (3)

Armenien: Gazprom beteiligt sich am Bau von Iran- Armenien Pipeline

Veröffentlicht am 20 Juni 2010 von Paul Becker

Russlands Energiekonzern Gazprom will in das Pipeline-Projekt Iran-Armenien einsteigen.

Bildquelle: wikipedia.org

„Dieses Projekt ist realistisch, und wir wollen uns daran beteiligen“, sagte der stellvertretende Gazprom-Vorstandsvorsitzende Waleri Golubew vergangenen Dienstag in Armenien. An dem Bau der Pipeline wird die Gazprom-Tochter ArmRosgazprom teilnehmen.

Die Leitung könnte Armenien mit Erdölprodukten versorgen, was die Transportkosten und die Preise  für diese auf dem armenischen Markt deutlich senken würde. In Folge des Berg- Karabach Konflikts ist Armenien seit Jahren von den aserbaidschanischen Erdöl- und Erdgaslieferungen ausgeschlossen. Bis vor Kurzem war Armenien zu 100 Prozent von den Lieferungen aus der Russischen Föderation abhängig, die jedoch erst Georgien als Transitland passieren mussten. Daher bedeutet der Bau dieser Pipeline für Armenien in erster Linie ein Stück mehr strategischer Sicherheit. Der Kosten des Projektes belaufen sich auf ca. 200 Millionen bis 240 Millionen US-Dollar.

Ölprodukte sollen den Plänen nach in einen Speicher in der armenischen Stadt Jerasch gepumpt werden. ArmRosgazprom hat das Alleinrecht auf die Lieferung und Verteilung von russischem Gas auf dem armenischen Binnenmarkt. Das Unternehmen wurde 1997 gegründet und gehört zu 80 Prozent dem russischen Konzern Gazprom. 20 Prozent der Anteile hält das Energieministerium Armeniens.

Kommentar (1)

Advertise Here
Advertise Here