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Arbeiten in Russland: Was muss man dabei beachten?

Veröffentlicht am 12 Juli 2007 von Paul Becker

Viele Deutsche zieht es vermehrt nach Russland. Sei es als Tourist, oder auf der Suche nach Arbeit. Die russischen Großstädte sind für die meisten deutschen Firmen schon lange kein Terra Incognita mehr. Die Einfuhren aus der Russischen Föderation beliefen sich 2008 auf 37086,8 Millionen Euro, die Ausfuhren in die Russische Föderation betrugen im gleichen Jahr 32312,4 Millionen Euro. Auch wenn die Werte 2009 im Zuge der weltweiten Wirtschaftskrise sanken, so bleibt das Land ein wichtiger Energielieferant und Abnehmer der deutschen Industrieerzeugnisse. Neben den großen Namen aus der deutschen Industrie tummeln sich mittlerweile auch viele deutsche Mittelständler in Russland. Diese internationale Verflechtung bietet auch für deutsche Arbeitnehmer eine ausgezeichnete Chance die eigene Karriere voranzutreiben und auch den eigenen Horizont zu erweitern.

Doch was sollte man bei einem Auslandsumzug nach Russland beachten? Russland gehört zu einem Land, in denen für die Deutschen und andere Europäer die Visumspflicht herrscht. Dabei wird zwischen touristischem und Arbeitsvisa unterschieden. Zwar strebt das Land eine Visumsfreiheit mit den Ländern der EU. Doch das ist aus der heutigen Sicht noch eine Zukunftsmusik.

Worauf auf jeden Fall geachtet werden muss, ist die Vollständigkeit und Aktualität aller für das Visum geforderter Unterlagen. Bitte beachten Sie auch, dass das Beantragen eines neuen Reisepasses mehrere Wochen in Anspruch nimmt. Planen Sie auf jeden Fall einen Zeitpuffer ein. Wenn Sie nicht mehr in Deutschland gemeldet sind, kann Ihr russischer Wohnort in einen Reisepass, vorläufigen Reisepass, Kinderreisepass oder Kinderausweis eingetragen werden.

Bitte denken Sie auch daran, von allen wichtigen Dokumenten eine Übersetzung von einem vereidigten Dolmetscher/Übersetzer anzufertigen. In den Großstädten finden Sie zwar immer jemanden, der Englisch spricht (mit ein wenig Glück auch Jemanden, der Deutsch kann), die Behördengänge werden aber ohne die vorher übersetzten Dokumente etwas mühsam, wenn nicht gar unmöglich sein. Bitte überprüfen Sie, ob Sie eine Verpflichtungserklärung gem. §§ 66 – 68 des Aufenthaltsgesetzes benötigen.

Ein sehr guter Ansprechpartner für Ihren Umzug ist auf jeden Fall die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Russland und ihre 7 Amtsbezirkskonsulate.

Auch meine Bloggerkollegin Manus Moskau, die selbst in Russland lebt und arbeitet hat bestimmt den Einen, oder Anderen Tipp parat.

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