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Kirgisistan hat gute Chancen in den nächsten Jahren den Vorsitz der OSZE zu bekommen. Diese Aussage machte der Vorsitzende der OSZE, Außenminister Finnlands Alexander Stubb, als Ergebnis seiner Visite nach Bischkek am 1- 2 Juli 2008. Viele Experten sind der Meinung, dass solche Aussagen das wachsende Interesse Europas an Kirgisistan als solches und Zentralasien im Allgemeinen unterstreichen.


Kurmanbek Bakijew © www.ng.ru

Alexander Stubb verbrachte 2, nach seiner Aussage fruchtbare Tage in der Republik. Bei einem Treffen mit dem kirgisischen Präsidenten Kurmanbek Bakijew erfuhr er von diesem über die im Land bereits durchgeführte und noch anstehende Reformen in der politischen und wirtschaftlichen Sphäre. Nach den Worten Stubbs ist Kirgisistan ein klarer Bekenner des demokratischen Entwicklungsweges.

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In Kirgisistan wurde ein neues Mediengesetz verabschiedet, welches die Fernsehlandschaft grundsätzlich verändern wird und die Positionen der führenden Staatlichen Sender “Kanal 5″ und “KTR” verstärken.

Bild: wikipedia

Der kirgisische Präsident Kurmanbek Bakijew unterschrieb letzte Woche das Gesetz “über das Fernsehe- und Radioausstrahlung“. Laut diesem Gesetz müssen die Sender entweder in Staatssprache, oder offiziellen Sprache senden, dabei soll der Anteil an einheimischen Filmen und Programmen mindestens 60% betragen. Die Mehrheit der heutigen Sender wird somit außer Gesetz stehen und wahrscheinlich ihre Tätigkeit einstellen müssen, weil während es mit der kirgisischer und russischer Sprache wohl keine Probleme geben wird, werden die meisten Sender vor großen Schwierigkeiten gestellt die 60%ge Quote zu erfüllen. Die Mehrheit der Sender sind finanziell nicht in der Lage eigene Programme zu produzieren bzw. diese bei den großen Studios zu erwerben, von denen aber auch nicht so viele in Kirgisistan gibt.

So wie es ausschaut wird man entweder auf die von “Kirgiskino” während der Sowjetzeiten produzierten Filme und auf minderwertige Musik Clips zurückgreifen müssen, oder die Sendetätigkeit gänzlich einstellen. Dieser Schritt wird von vielen Politikern, Journalisten und Gesellschaftlichen Aktivisten als Verletzung der Pressefreiheit kommentiert.

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Der kirgisische Schriftsteller Tschingis Aitmatow starb heute im Nürnberger Klinikum im Alter von 79 Jahren an Pneumonie (Lungenentzündung). ?m 16. Mai wurde der Schriftsteller in ein Kasaner Klinikum mit der Diagnose Niereninsuffizienz hospitalisiert, von wo er anschließend am 19. Mai in “Klinikum Nürnberger Süd” verlegt wurde.

Aitmatow wurde 1928 im Norden Kirgisistans geboren. Bis 1953 absolvierte er ein Studium am kirgisischen Landwirtschaftsinstitut in Frunse (heute Bischkek). 1956 begann er mit einem Studium am Maxim-Gorki-Literaturinstitut in Moskau. 1957 wurde er in den sowjetischen Schriftstellerverband aufgenommen.

Berühmt wurde Aitmatow durch seine Geschichte “Dschamila” 1958. In den 70ern veröffentlichte er laut Kritiken seine besten Bücher “????? ???????”, “????? ???, ??????? ????? ????”, “? ?????? ???? ?????? ????” (”???????? ??????????”).

Aitmatow ist Träger verschiedener Preise, unter anderem des Leninpreises 1963, des Staatspreises 1968, 1977 und 1983. 1978 wurde er als Nationalschriftsteller Kirgisistans und als Held der sozialistischen Arbeit ausgezeichnet. Von 1990 bis 1994 war er kirgisischer Botschafter in Luxemburg. Bis März 2008 war er Botschafter Kirgisistans in Frankreich und den Benelux-Staaten und lebte in Brüssel.

Ich möchte an dieser Stelle mein herzliches Beileid für die Hinterbliebenen Aitmatows ausdrücken.

Paul Becker/ gusnews

Kirgisistan wird vielleicht das erste muslimische Land, welches die Prostitution legalisiert hat.

Diese Initiative wurde von einer Reihe Nichtregierungsorganisationen, die von Abgeordneten und Regierungsmitgliedern unterstützt werden, vorgeschlagen. Die Befürworter der Legalisierung sind der Meinung, dass diese Reform zusätzliche Einkünfte in das Budget des Landes bringen würden, denn nach minimalen Einschätzungen gehen diesem Gewerbe allein in Bischkek Tausende Frauen nach. Die Tarife variieren dabei von 10 bis einigen 100 $. Und solch niedrige Tarife locken viele Sex- Touristen aus den angrenzenden Ländern nach Kirgisistan.

Foto: kp.ru

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