Archiv | Turkmenistan

Tags: , , , , ,

Turkmenistan: Bau der Ost- West Pipeline begonnen

Veröffentlicht am 05 Juli 2010 von Paul Becker

Die zentralasiatische Republik Turkmenistan begann am Montag, den 14. Juni 2010 mit dem Bau der wichtigen Ost-West- Gaspipeline.

Bildquelle: Derek Ramsey Wikipedia

Darüber berichtete ein RIA-Novosti Korrespondent vor Ort. Die erste Naht wurde im Beisein von Präsident Gurbanguly Berdymuchammedow in der Verdichterstation Schatlyk geschweißt, nur ca. 90 km vom riesigen Gasfeld South Eleten-Osman entfernt. Über die neue Pipeline soll Erdgas von den Feldern im Nordosten des Landes zum Kaspischen Meer gepumpt werden. Die etwa zwei Milliarden US-Dollar teure und fast 1000 Kilometer lange Leitung soll eine Jahresdurchgangsleistung von rund 30 Milliarden Kubikmeter haben. Die Inbetriebnahme ist für Juni 2015 geplant.

Präsident Berdymuchammedow lobte das Projekt. Seinen Worten nach, werde der Bau der Ost-West-Pipeline das einheitliche Gastransportsystem in Turkmenistan vollenden. Das wiederum ermögliche, große Gasmengen in eine beliebige Region Turkmenistans zu transportieren.

In dem Feld South Eleten-Osman werden bis zu 14 Billionen Kubikmeter Gas vermutet. Die britische Agentur Gaffney, Cline & Associates stufte das South Eleten-Osman im vergangenen Jahr als das viertgrößte Gasfeld weltweit ein.

Die Ost-West-Pipeline bekommt nach ihrer Fertigstellung eine immense Bedeutung bei dem Export des turkmenischen Erdgases sowohl in die Russische Föderation, als auch nach China und nach der Fertigstellung der Nabucco- Pipeline auch nach Europa. Sie wird eine weitere Diversifizierung der Abnehmer turkmenischen Gases bedeuten und das Land noch mehr von der einseitigen Abhängigkeit und Dumpingpreisen befreien.

Bei der Ausarbeitung von diesem Artikel wurden Materialien von Ria Novosti benutzt

Paul Becker

Kommentare (2)

Tags: , , ,

Frankreich und Turkmenistan bauen Energiekooperation aus

Veröffentlicht am 01 Februar 2010 von Paul Becker

Frankreich und die mit Erdgas gesegnete zentralasiatische Republik Turkmenistan wollen ihre Kooperation in Handel, Wirtschaft und Energie ausbauen.

Das meldete die Nachrichtenagentur France Presse am Montag in Paris. Das Thema Energie stand ganz oben bei den Verhandlungen von Nicolas Sarkozy und Gurbanguly Berdymuchammedow in der französischen Hauptstadt.

In einer gemeinsamen Erklärung der Präsidenten hieß es ferner, dass die Gewährleistung stabiler Energielieferungen an internationale Märkte eine Priorität sei.

Bereits 1992 stellten Frankreich und Turkmenistan diplomatischen Beziehungen her. Berdymuchammedow betonte mehrmals zuvor, dass die Beziehungen zu den Ländern der Europäischen Union (EU) eine Maxime der Außenpolitik Turkmenistans sei.

Die EU betrachtet die zentralasiatische Republik weiterhin als eine mögliche Quelle für die geplante Gaspipeline Nabucco, die in Umgehung Russlands, verlaufen soll. Nabucco gilt als Konkurrent zum russisch-italienischen Gasprojekt zur Versorgung Südeuropas “South Stream”.

Kommentar (1)

Tags: , , ,

Turkmenistan: Bauboom geht weiter

Veröffentlicht am 28 März 2009 von Paul Becker

Saparmurat Turkmenbaschi Nijasow wurde oft als Erbauer- Präsident bezeichnet. Grund für diesen “Spitznamen” bildeten die zahlreichen Megaprojekte des ehemaligen “Vater aller Turkmenen”.

Einige seiner Bauten sind wirklich beeindruckend. In der nachstehenden Bildergalerie finden Sie einige Beispiele der turkmenischen Baukunst:

[nggallery id=62]

Ob die Turkmenbaschi Ruchy (eine Moschee, die bis zu 10 Tausend Gläubige beherbergen kann), Paläste, Monumente, ein Zoo mit Pinguin- Schwimmbecken, Eishalle und ein künstlicher See mitten in der Wüste, oder einer seiner ehrgeizigsten Projekte, die Wüste in einen Wald zu verwandeln, als in 2006 rund um Ashgabad 1000 km² Wüste mit Baumstecklingen bepflanzt wurden, alle diese Projekte von Turkmenbaschi hatten typische Ausmaße für ein totalitäres Regime.

Auch der neue Präsident Turkmenistans Gurbanguly Berdymuhammedow möchte im Nichts nachstehen, wenn es um Großbauprojekte geht.

Dieses Jahr wurde bereits der Bau von 30 neuen Wohnhochhäusern von der turkmenischen Regierung in Auftrag gegeben, darunter das Gebäude des staatlichen Instituts für Transport und Telekommunikation, das in den nächsten Jahren am Neutralitätsprospekt errichtet wird. Die Fassade des Gebäudes bekommt wie die meisten Regierungsgebäude in Ashgabad ein Marmor- Glas Gesicht mit vergoldeten Elementen aus Metall. Die Baugrube für das Gebäude ist bereits ausgehoben.

Auch das Gebäude des Staatsbetriebes “Turkmenhala”, das zusammen mit dem Museum turkmenischer Teppichwebkunst in ein Gebäude zieht, wird mit Sicherheit ins Staunen versetzen. Die Fassade wird nämlich wie ein turkmenischer Teppich mit dem traditionellen nationalen Ornament aussehen. Das Gebäude selbst bekommt ,wie denn auch sonst, eine Marmorverkleidung mit grau- blauen Buntglasfenstern. Besonders beindruckend wird das Gebäude dann bestimmt bei Nacht im Scheinwerferlicht aussehen.

Bild: turkmenistan.ru

Auch das neue Olympische Stadion, was ein unterirdisches Einkaufszentrum beherbergt, wird den modernsten europäischen Stadien im Nichts nachstehen.

Desweiteren soll auch der Bahnhofskomplex komplett rekonstruiert werden. Der Tender für das Projekt wurde bereits ausgeschrieben.

Weitere nennenswerte Bauvorhaben sind das 10- stöckige Gebäude der turkmenisch- russischen Puschkinschule, das neue Gebäude der Stadtpolizei, die Konstruktion der neuen Ruchnamauniversität und ein Baukomplex gegenüber dem zukünftigen Palast “Halk Maslahaty” in dem die Industrie- und Landwirtschaftsministerien ihren Einzug feiern werden.

Wenn es nach den Vorstellungen Berdymuhammedows gehen soll, bekommt die Stadt demnächst auch einen neuen Fernsehturm und einen sechsspurigen Autobahnring um die Stadt herum. Die neue Autobahn soll den innerstädtischen Verkehr entlasten und  befindet sich bereits im Bau. Wie der neue Fernsehturm aussehen soll, bleibt vorerst unbekannt.

Touristischer Großbauprojekt Avaza am Kaspischen Meer. Bild: turkmenistan.ru

Touristisches Großbauprojekt Avaza am Kaspischen Meer. Bild: turkmenistan.ru

Das auf der Grafik abgebildete Großbauprojekt Avaza ist bereits ein Jahr alt. Mehrstöckige Hotels, die an Paläste erinnern, Stadions, Golf- Clubs, Tennis Courts, Schwimmbäder, Diskotheken, im Meer gelegene Luxusrestaurants und orientalische Minicafes, das ist nur ein Auszug aus dem gesamten Bauvorhaben, das am azurblauen Wasser des Kaspischen Meeres liegt und von der berühmten Wüste Kara-Kum (oder Karakum- Schwarzer Sand) und exotischen Bergen umrundet wird.

Doch die Exzentrik Berdymuhammedow kennt anscheinend keine Grenzen. Genau wie sein Vorgänger ließ er am 14. März 2009 300 Tausend Stecklinge beim Gesamtturkmenischen Jofar (Subbotnik) einpflanzen. Dies war auch ein Startschuss für ein Begrünungsprogramm “Grüner Gürtel”. Insgesamt sollen allein diesen Frühling rund 1,5 Millionen Stecklinge eingepflanzt werden. Die Bewässerung dieses grünen Massivs soll nach der aus Israel bekannten Tropfenmethode erfolgen.

Bei der Ausarbeitung diesen Artikels wurden Bilder folgender Seiten benutzt: rosconcert.com/ dostlar.ru/ ashxabat.narod.ru/ skier.com.ua/ mekdep.com

Kommentare (2)

Tags: , , , ,

Russland und Turkmenistan besprechen militärische Zusammenarbeit und Visaerleichterungen

Veröffentlicht am 24 März 2009 von Paul Becker

Beim offiziellen Besuch in Moskau traf sich gestern der turkmenische Verteidigungsminister Jajlym Berdyjew mit seinem russischen Amtskollegen Anatolij Serdjukow.

Dies ist der erste Russland-Besuch des turkmenischen Verteidigungsministers seit seinem Amtsantritt diesen Januar  bei dem es um den Ausbau der militärtechnischen Zusammenarbeit insbesondere im Bereich der Ausbildung von turkmenischen Militärs an militärischen Lehreinrichtungen Russlands ging.

Bildquelle: autonet.ru
Bildquelle: autonet.ru

Bei dem gleichzeitig tagenden russisch- turkmenischen Wirtschaftsforum in Moskau wurde unter Anderem über die Erleichterung des Visaverteilungsverfahrens gesprochen

Laut den Worten des ersten Premiers Viktor Subkow müsse das Visaproblem vor dem Hintergrund der zunehmenden Zusammenarbeit beider Länder grundsätzlich und möglichst schnell gelöst werden.

1999 führte Turkmenistan Visapflicht für alle GUS-Länder ein.

Wenn es nach Wünschen Subkows gehen würde, müssten beide Länder das Transportvolumen dem Luft- und dem Seeweg sowie mit der Eisenbahn vergrößern.

Er versprach den Teilnehmern dies bei dem anstehenden Besuch des turkmenischen Präsidenten Gurbanguly Berdymuhammedow anzusprechen.

Kommentar (1)

Advertise Here
Advertise Here