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Russlands Wirtschaft erholt sich

Veröffentlicht am 28 April 2010 von Paul Becker

Liebe Leser der GUS- News,

gestern erschien auf der Seite der russischen Presseagentur Ria Novosti folgender Artikel:

Russlands BIP wird 2010 um vier Prozent wachsen – Finanzminister Kudrin

Russlands BIP wird in diesem Jahr um rund vier Prozent wachsen. Das teilte Russlands Vizepremier und Finanzminister Alexej Kudrin am Sonntag russischen Journalisten in Washington mit.

“Dieses Jahr wird für Russlands Wirtschaft besser sein als bisher angenommen”, stellte er fest. “Wir haben ein Wachstum von 3,3 Prozent prognostiziert, es wird aber bei rund vier Prozent liegen. Wir arbeiten an einer Prognose für dieses Jahr, die in den nächsten Tagen abgeschlossen wird.”

Letzte Woche hatte auch der Internationale Währungsfonds seine Prognose für das Wachstum der russischen Wirtschaft von 3,6 auf 4,0 Prozent nachgebessert. Russlands Vizewirtschaftsminister Andrej Klepatsch teilte Mitte März mit, dass sein Ministerium ein BIP-Wachstum von vier bis 4,5 Prozent nicht ausschließt.

Diese Prognose ist sehr spannend, denn 2009 schrumpfte das russische BIP den Angaben des Internationalen Währungsfonds nach, noch um rund 7,9%. Die Gründe für dieses Schrumpfen im Jahr 2009 und die positiven Aussichten für das Jahr 2010 liegen in den Preisveränderungen auf den internationalen Rohstoffmärkten.

Nachfolgend erhalten Sie einen Überblick über die Preisentwicklung von drei Grundstoffen (Erdöl, Aluminium und Nickel) – alles Produkte, welche die Russische Föderation ausführt.

Erdölpreisentwicklung in den letzten 5 jahren (entnommen am 28. April 2010)

Quelle: finanzen.net

Aluminiumpreise in den letzten 5 Jahren (entnommen am 28. April 2010)

Quelle: finanzen.net

Nickelpreise in den letzten 5 Jahren (entnommen am 28. April 2010)

Quelle: finanzen.net

Nach einem massiven Einbruch der Grundstoffpreise im August 2008, kurz nach dem Ausbruch der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise, erholten sie sich 2009 zusehends. Wenn dabei bedenkt wird, dass noch im Jahr 2007 rund 80,8% aller russischen Ausfuhren auf Mineralprodukte (Erdgas, Erdöl), Metalle und Edelsteine entfielen, ist der Zusammenhang mit dem Einbruch des russischen BIP und der Preisentwicklung für diese Exportprodukte ohne weiteres nachvollziehbar.

Mit dem Einruch der Preise 2008 fuhr die Russische Föderation zum ersten Mal seit Jahren wieder ein Budgetdefizit von 9,4% ein. Zwar wird 2010 die Ausgabeseite immer noch über der Einnahmeseite liegen, sinkt dieser Wert jedoch voraussichtlich auf 7,5%. Insgesamt erwarten die russischen Ökonomen noch bis 2012 ein negatives Budgetsaldo, was die Regierung des Landes jetzt dazu veranlasst hat zum ersten Mal seit 1998 wieder Eurobonds im Wert von 5 Milliarden US Dollar in Umlauf zu bringen. Nichtsdestotrotz lassen die steigenden Einnahmen aus dem Exportgeschäft die Prognosen wieder besser aussehen. Und dass ist auch notwendig, denn die nächsten Präsidentschaftswahlen 2012 stehen bereits vor der Tür.

Paul Becker

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Makroökonomische Eckdaten der GUS- Länder in 2009

Veröffentlicht am 10 April 2010 von Paul Becker

Das Statistische Kommittee der GUS (cisstat) veröffentlichte die wichtigsten makroökonomischen Indikatoren der GUS-Länder für den Zeitraum Januar- Dezember 2009.

BIP (Januar- Dezember 2009 in Prozent zu Januar- Dezember 2008)

Industrieproduktion (Januar- Dezember 2009 in Prozent zu Januar- Dezember 2008)

Landwirtschaftliche Produktion (Januar- Dezember 2009 in Prozent zu Januar- Dezember 2008)

Anlageinvestitionen (Januar- Dezember 2009 in Prozent zu Januar- Dezember 2008)

* Januar- September 2009 in Prozent zu Januar- September 2008

Frachttransporte (Januar- Dezember 2009 in Prozent zu Januar- Dezember 2008)

* Inklusive der Pipeline- Transporte

Einzelhandelsvolumen (Januar- Dezember 2009 in Prozent zu Januar- Dezember 2008)

* Ohne den Umsatz von Speiseeinrichtungen

Export (Januar- Dezember 2009 in Prozent zu Januar- Dezember 2008)

Import (Januar- Dezember 2009 in Prozent zu Januar- Dezember 2008)

Verbraucherpreisindex (Januar- Dezember 2009 in Prozent zu Januar- Dezember 2008)

Quelle: cisstat.com

Übersetzung und Grafiken: Paul Becker (www.gusnews.net)

Sie können alle Daten auch als ein Dokument runterladen.

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Stellvertretender Minister für Gesundheit und Soziales – Anteil der Armen in Russland auf 15 Prozent geschrumpft

Veröffentlicht am 06 Februar 2010 von Paul Becker

Die russische Presseagentur Ria Novosti veröffentlichte Am Donnerstag, den 04. Februar folgenden Artikel:

Der Anteil der einkommensschwachen Bevölkerung in Russland ist in den zurückliegenden zehn Jahren von 29 auf 15 Prozent zurückgegangen. Das stellte Juri Woronin, Stellvertretender Minister für Gesundheit und Soziales, in der 48. Tagung der UNO-Kommission für soziale Entwicklung im New Yorker UNO-Hauptquartier fest.

weiter lesen

Wo Herr Woronin diese Zahl hernahm ist mir wirklich ein Rätsel, denn laut den aktuellsten Angaben von Goskomstat betrug der prozentuelle Anteil von Menschen in der Russischen Föderation, deren Einkommen unterhalb der Armutsgrenze lagen, im ersten Quartal 2009 noch 17,4% der Gesamtbevölkerung der Föderation, also rund 24,5 Millionen.

Entweder handelt es sich bei dieser Zahl um ein Wunschdenken von Herrn Woronin, oder die russische Statistikbehörde weiß Sachen nicht, die Herr Woronin weiß.

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Korruption in Russland bei rund 300 Milliarden US- Dollar

Veröffentlicht am 05 Januar 2010 von Paul Becker

Schätzungen der Transparency International zufolge belief sich der russische Korruptionsmarkt in 2009 auf rund 300 Milliarden US- Dollar. Dem Corruption Perceptions Index (Korruptionswahrnehmungsindex) nach belegt Russische Föderation, was die Korruption betrifft, weltweit den 146 Platz, gleich neben Kenia und Sierra- Leone.

Der Korruptionswahrnehmungsindex wird durch Befragungen von Experten und Vertreter von Geschäftskreisen in mittlerweile 180 Ländern ermittelt, dabei reicht die Skala von 1 (völlig korrupt) bis 10 (komplett integer).

Der russische CPI bewegt sich trotz eines “permanenten Kampfes” der Regierung mit der Korruption seit 2001 in den unteren Rängen der Tabelle und macht das Land somit weniger attraktiv für ausländische Direktinvestitionen. Durchschnittliche Schmiergeldhöhe in der Russischen Föderation wuchs trotz, oder vielleicht gerade wegen der Krise, laut dem Bericht der TI von 8 000 Rubel in 2008 auf 27 000 Rubel in 2009.

Die am wenigsten korrupten Länder der Welt waren nach den Angaben der TI Neuseeland mit 9,4 Punkten, Dänemark (9,3) und Singapur (9,2). Die Bundesrepublik belegte mit 8,0 Punkten den 14. Platz, knapp nach Luxemburg und noch vor Irland.

Das beste Resultat unter den Ländern der ehemaligen Sowjetunion erzielte Estland mit 6,6 Punkten (der 27. Platz in der Tabelle), das schlechteste Ergebnis ging auf das Konto von Usbekistan mit 1,7 Punkten (der 174. Platz)

Paul Becker für

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