Tag Archiv | "Analysen"

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Analysen: Migration von Spezialisten aus Osteuropa 3. Teil

Veröffentlicht am 28 April 2008 von Paul Becker

Migrationsbewegungen

Doch wie stark sind die Migrationsbewegungen? Was sind die Flüsse? Ich möchte Anhand von ein paar Grafiken die wichtigsten Strömungen Hochspezialisten aus Osteuropa als Ganzes und dann die zwei meiner Meinung nach am gegenseitlichsten liegende Länderbeispiele von Russland und der Ukraine.

© gusnews. Für bessere Auflösung auf das Bild klicken.

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Analysen: Migration von Spezialisten aus Osteuropa 2. Teil

Veröffentlicht am 24 April 2008 von Paul Becker

Um Gründe von Wanderungen der Hochqualifizierten zu untersuchen, nutzen traditionelle Ansätze der Migrationsforschung häufig Modelle, die internationale Migrationen im Rahmen von sogenannten Push- und Pull-Faktoren erklären.

Damit ist gemeint, dass es vom Aufnahmeland (Pull-Faktoren) oder vom Sendeland (Push-Faktoren) ausgehende Kräfte gibt, die Migrationen bestimmen. Ich unterteile die Push- und Pull Faktoren in drei Kategorien: wirtschaftliche, politische und soziale (private).

© gusnews

Wirtschaftliche Faktoren

Politische Faktoren

Soziale Faktoren

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Analysen: Migration von Spezialisten aus Osteuropa 1. Teil

Veröffentlicht am 23 April 2008 von Paul Becker

Immer mehr Menschen verlassen im Laufe ihres Lebens das Land, in dem sie geboren wurden. Gegenwärtig wird davon ausgegangen, dass etwa 191 Millionen Menschen, das sind ca. 3 Prozent der Weltbevölkerung, nicht in ihrem Herkunftsland leben. Obschon grenzüberschreitende Wanderungen kein neues Phänomen sind, zeichnen sich seit einigen Jahren deutliche Veränderungen im internationalen Migrationsgeschehen ab. Viele Länder, die vormals nur Sendeländer waren, nehmen mittlerweile auch Immigranten auf. Dazu kommt, dass kurzfristige (teilweise unter einem Monat) oder zirkuläre Wanderungen, bei denen Migranten zwischen Heimat- und Aufnahmeland hin- und herpendeln generell an Bedeutung gewonnen haben.

© gusnews

Die Migrationsforschung ging lange davon aus, dass Migranten relativ arm und ungebildet sind. Man nahm an, dass gebildete Menschen über genügend Möglichkeiten in ihren Heimatländern verfügten und für sie deshalb keine Notwendigkeit zur Migration bestand. Zudem herrschte die Vorstellung vor, dass Migranten aus weniger entwickelten Regionen oder Staaten kommen mit einem weniger entwickelten Bildungswesen. Die Forschung wurde dementsprechend von dem Bild beherrscht, dass Migranten vor allem manuelle Arbeitsplätze der Industrie besetzen und demnach die Erscheinung Migration die Migration von Un- oder Niedriggebildeten sei. Erst gegen Ende des 20. Jahrhundert wurde die Migration von Hochgebildeten von der Forschung verstärkt wahrgenommen. Dies wurde ausgelöst durch die zunehmende unternehmerische Nachfrage nach hochqualifizierten Kräften in Forschung Entwicklung Verwaltung und Management.

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Analysen: Interethnische Beziehungen in der Russischen Föderation am Beispiel von Tatarstan 2. Teil

Veröffentlicht am 17 April 2008 von Paul Becker

(…)

© www.kzn.ru

Als nächstes müsste man die Frage beantworten was die Schlüsselvoraussetzungen für eine interethnische Integration und friedliches Zusammenleben sind?

Nikolai Genov nennt in seinem Aufsatz “Comparing Patterns of interethnic integration” diesbezüglich vier Ansatzpunkte:

1. Interethnische Integration setzt eine Anerkennung des Bedarfs für gleiche ökonomische Möglichkeiten für Repräsentanten aller ethnischen Gruppen in der Gesellschaft voraus. Der Zugang zu Arbeit, insbesondere zu einer qualitativ hochwertigen Arbeit, zusammen mit den gleichen Möglichkeiten für private ökonomische Aktivität bilden die Grundpfeile der interethnischen Integration.

2. Der Andere Grundpfeil für eine erfolgreiche Interethnische Integration ist die Parität in Rechten und Möglichkeiten in der politischen Partizipation

3. Die dritte Komponente beruht sich auf die Einbeziehung in das kulturelle Leben. Der Schlüssel zu Realisierung dieser Voraussetzung ist die gemeinsame Sprache und geteilte kulturelle Institutionen.

4. Und Viertens muss eine breitgefächerte wertnormative Identifikation mit der existierenden Gesellschaft gegeben werden, die sich durch alle ethnische Gruppen durchzieht. Diese Voraussetzung kann nur dann erfüllt werden, wenn unterschiedliche Ethnien gemeinsame, geteilte Traditionen haben und das Verständnis für geteilte Aufgaben und Zukunft aufbringen.

Sind diese Voraussetzungen in Tatarstan gegeben?

Zunächst muss man an dieser Stelle erwähnen, dass es sich bei den Ethnien in der Republik Tatarstan um eine eigenartige Konstellation handelt. Die Tataren bilden die größte Minderheit in der Russischen Föderation (rund 5,5 Millionen, oder 3,8% der Gesamtbevölkerung), in Tatarstan selbst sind sie aber in der Mehrheit (3,8 Millionen, oder rund 51,3%. Deshalb ist die Situation sehr fassettenreich.

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