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Estland: Größter Wirtschaftseinbruch seit 15 Jahren

Veröffentlicht am 03 März 2009 von Paul Becker

Estnische Wirtschaft schrumpfte im letzten Quartal 2008 um 9,4%, was den größten Einbruch seit 15 Jahren darstellt. Bereits im 3. Quartal schon wuchs estnische Ökonomie mit 3,5% ins Negative. Der Einbruch im letzten Quartal 2008 kam selbst für Analytiker überraschend, die einen Abschwung von nur 6,5% vorhergesagt hatten.

Die Zahlen liegen nur knapp hinter denen vom Nachbarland Lettland, wo die Wirtschaft im letzten Quartal 2008 um 10,5% einbrachen. Litauische Wirtschaft verzeichnete im IV. Quartal auch wenn nur ein leichtes, jedoch ein negatives Wachstum von -1,5%. Alle baltischen Länder befinden sich nun nach dem Ende des Investitionsbooms und mit dem Ausbruch der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise in der schlimmsten Rezession seit 1991.

Als Ursachen für derartigen Wirtschaftsabschwung in den drei baltischen Ländern gelten allgemein die Abhängigkeit dieser Länder vom fremden Kapital und Rekorddefizite in Außenhandel, die bis zu 20% der BIPs ausmachten.

Insgesamt schrumpfte die estnische Wirtschaft im letzten Jahr um 3,5% und die Zukunft sieht sehr trüb, wenn nicht gar schwarz aus. Für das Jahr 2009 prognostiziert die estnische Zentralbank eine Wirtschaftsschrumpfung von bis zu 8,9%. Schlechtere Ergebnisse werden in Europa nur von Lettland und Island erwartet.

Auch die Arbeitslosigkeit kletterte in Estland im vergangenen Jahr auf ein Dreijahreshoch von 7,6% und die Industrieproduktion schrumpfte am Jahresende um ein Fünftel im Vergleich zum Vorjahresmonat.

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Baltische Staaten: Lettland startet eine Aktion gegen die Überfremdung der lettischen Sprache

Veröffentlicht am 21 Juli 2008 von Paul Becker

Laut der NovoNews.lv begann die Agentur für Staatssprache die Aktie “Denk, wie du sprichst!”, um die lettischer Bürger darauf Aufmerksam zu machen, wie sie im alltäglichen Leben sprechen.

Vom 16. bis 21. Juli werden im Fernsehsender LTV1 8 Videoclips gezeigt, die den Gesprächen auf den Märkten, in den Frisiersalons, in den Geschäften gewidmet sind, teilte das Presseamt der Agentur mit. Ziel dieser Aktion ist es, aufzuzeigen, wie weit das Lettische vom Slang und durch die entlehnten Wörter aus den anderen Sprachen verunreinigt ist.

Den lettischen Beamten passt auch die Tatsache nicht, dass viele Letten beim Gespräch mit “den Vertretern anderer Völkerschaften” in die Sprache des Gesprächspartners übergehen. Es ist falsch und vermindert nach Meinung der Agentur das Selbstbewusstsein der Letten als Nation.

Besonders unheilbringend ist nach Meinung der Agentur für Staatssprache “die überflüssige Toleranz” in Bezug auf russischsprachige Minderheit – in 50 % der Fälle gehen die Letten im Gespräch mit ihnen ins Russische über. Und fördern somit die russischsprachigen Bürger bei jeder beliebigen Situation der autochthonen Bevölkerung für siefremde Sprache aufzudrängen.

An dieser Stelle möchte ich von Ihnen eine Antwort auf folgende Frage erfahren:


Paul Becker/ GUS- News

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Crosslinks:

- Integrationsprogramm Estlands hat versagt
- Baltikum: Soziale Ungleichheit in Estland ist eine der höchsten in Europa
- Interethnische Beziehungen in der Russischen Föderation am Beispiel von Tatarstan

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Baltikum: Soziale Ungleichheit in Estland ist eine der höchsten in Europa

Veröffentlicht am 27 Mai 2008 von Paul Becker

Estland hat innerhalb Europas eines der höchsten Unterschiede in den Einkommen der Bevölkerung. Doch die Tendenz in dem baltischen Land geht eindeutig Richtung Egalität der Bevölkerung.

Wenn 2004 noch der durchschnittliche europäische Gini- Koeffizient, der die Unterschiede in Einkommen charakterisiert bei 32,7 lag, lag dieser in den Baltischen Ländern zwischen 33,4 und 35,5 und machte Estland somit zu einem eher ungleichen Land, was das Einkommen betrifft. Die größte Egalität in Europa wurde in den Skandinavischen Ländern gemessen (Schweden 22,5; Dänemark 22,7). Aber auch Finnland lag mit 24,9 deutlich unterhalb des europäischen Durchschnitts.

Zur Erinnerung Gini- Koeffizient von 0 bedeutet, dass die Einkommen völlig gleichmäßig unter der Bevölkerung verteilt werden, Gini- Koeffizient von 100 bedeutet, dass der gesamte Volkswirtschaftliche Ertrag sich in den Händen einer Person befindet.

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Integrationsprogramm Estlands hat versagt

Veröffentlicht am 17 Oktober 2007 von Paul Becker

Eine erneute soziologische Untersuchung über die Nationale Frage Estlands zeigte, dass es zwischen den Esten und Russen, die in Estland leben, nationale und kulturelle Unterschiede existieren. Die Tallinner Stadtskanzlei beauftragte die Firma Saar Poll und das estische Institut der open society mit einer gesamtestischen Untersuchung zu dem Thema: “Interethnische Beziehungen und Integrationsperspektiven in Estland”.

Die Ergebnisse der Untersuchung wurden von Ivi Proos und Iris Pettaj vorgestellt. Es ist schon die zweite breitangelegte soziologische Untersuchung, die in Estland nach der Aprilkrise durchgeführt worden ist – die Erste wurde vom Büro des Bevölkerungsministeriums in Auftrag gegeben.

Parallel dazu wurde auch eine Expertenumfrage durchgeführt, die auch die Presentationsergebnisse beeinflusst hat.

Der führende Soziologe der “Saar Poll” – Andrus Saar, der die beiden Umfragen leitete, sagte im Interview, dass es sich seit der letzten Untersuchung von vor drei Monaten nur wenig geändert hat.

© Marina Pushkar: www.postimees.ee

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