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Ukraine: Präsidentschaftswahlen sind vorbei, was nun?

Veröffentlicht am 11 Februar 2010 von Paul Becker

Ukrainische Präsidentschaftswahlen 2010, GUS- News

Der Gewinner der Präsidentschaftswahlen in der Ukraine steht nun endgültig fest. Nur vier Jahre nach der Orangenen Revolution in der Ukraine, bekam der Auslöser der Maidan- Bewegung, Wiktor Janukowitsch,  die Mehrheit der Wählerstimmen.

Am Dienstag Vormittag war es endlich vorbei. Die zentrale Wahlkommission der Ukraine zählte 100% der Stimmen und gab den Gewinner der Präsidentschaftswahlen 2010 bekannt. Nach der ersten Euphorie kehrt ganz schnell eine Ernüchterung ein. Angesichts der Aufgaben, die der neue Präsident zu bewältigen hat kommt einem unmittelbar ein mit dem  Manuskript von W.I. Lenin gleichnamiger Gedanke: ??? ??????? Was tun?

Das reale BIP in der Ukraine brach den Schätzungen der EBRD zufolge in 2009 um rund 14% ein und warf die Wirtschaft des Landes mit einem Schlag um einige Jahre zurück. Zwanzig Jahre nach dem Zerfall der Sowjetunion beträgt das BIP der Ukraine nur 60% des Niveaus von 1989. Das Land bewegte sich das ganze Jahr über am Rande des Staatsbankrotts und konnte nur mit riesigen Währungskrediten des IWF davor bewahrt werden. Doch der Preis dafür war sehr hoch – die Staatsschulden wuchsen in den zwölf Monaten des vergangenen Jahres um 53,5%.

Als ob das schon nicht genug wäre, ist das Land zum Teil strukturell, sprachlich, kulturell und ethnisch tief gespalten. Während der Osten des Landes hoch industrialisiert ist, überwiegt im Westen des Landes die Agrarwirtschaft. Auch die 11 Millionen Russen, die bei der letzten Volkszählung in der UdSSR 1989 gezählt wurden, leben zum Teil seit Jahrhunderten, überwiegend im Osten des Landes und auf der Halbinsel Krim, die 1954 von Nikita Chruschtschow der Ukraine geschenkt wurde und sich seit der Unabhängigkeit des Landes 1991 zum Zankapfel zwischen der Ukraine und der Russischen Föderation, die in der Hauptstadt Sewastopol ihre Schwarzmeerflotte stationiert, avancierte. Auch linguistisch verläuft die gleiche Trennungslinie.

Stimmverteilung bei den ukrainischen Präsidentschaftswahlen 2010. Bild: GUS- News

Die Präsidentschaftswahl selbst manifestierte und verdeutlichte nochmal mit ihren Ergebnissen diese Division. Während der Osten und der Süden des Landes geschlossen für den Vorsitzenden der Partei der Regionen stimmte, wählten die Menschen im Westen der Ukraine überwiegend Frau Timoschenko mit Ihrer Partei Bjut (???).

Doch statt einigenden Worten versprach Janukowitsch bereits im Vorfeld der Wahlen im Falle seines Sieges die Stärkung der Russischen Sprache in der Ukraine. Auch seine Ansprache nach der Verkündung der ersten Exit Polls hielt er auf Russisch, was ihm mit Sicherheit keine Pluspunkte im Westen bringen wird.

??? ??????? Was tun?

Die ersten Schritte könnten noch die populärsten in der Bevölkerung sein – die Abkehr von der der Unterstützung der Oligarchen, hin zu Entwicklung von kleinen und mittelständischen Unternehmen, die überall in der entwickelten Welt den Eckpfeiler der Wirtschaften bilden, eine Verstaatlichung einiger ukrainischer Banken, um eine reibungslose Kreditvergabe an die KMU zu gewährleisten. Auch das Problem des aufgrund von seit Jahren fehlenden Investitionen maroden Pipelinesystems müsse angegangen werden. Der Schlüssel zum erfolg könnte hier die Einbindung der Russischen Föderation und der Europäer sein, die für notwendige Investitionen sorgen sollen und dafür jeweils 25 bis 33 Prozentige Anteile an dem ukrainischen Pipelinesystem bekommen.

Weitere Reformen sind zwar bitter notwendig, werden aber mit Sicherheit auf bittersten Widerstand in der Bevölkerung stoßen. Das Rentensystem bedarf einer dringenden Reformierung. In einem Land innerhalb der ehemaligen Sowjetunion mit am schnellsten schrumpfenden und auch alternden Bevölkerung, liegt das Renteneintrittsalter der Frauen immer noch bei 55 Jahren (Männer gehen mit 60 in Rente). Das maximale Niveau der Renten muss herabgesenkt werden. Eine Richtlinie wäre dabei das 8fache der Mindestrente.

Die grassierende Inflation und Abwertung der Hryvna stellte das Land mit dem Rücken zur Wand. Ukraine, die Energieträger auf den internationalen Märkten für harte Währung einkauft, veräußert diese auf dem Binnenmarkt für entwertete Landeswährung. Das ist eigentlich einer der Gründe warum Naftogas auf ständige transhes des IWFs angewiesen ist. Solange diese Disparität nicht behoben wird und die einheimische Währung sich stabilisiert, wird das Land auf internationale Kredite angewiesen sein.

Aber auch der kommunale Sektor war für die vorigen Regierungen so etwas wie eine heilige Kuh und bedarf mittlerweile einer dringenden Reformierung. Die durch die Regierung hochsubventionierten Energieträger müssen schrittweise im Einklang mit den tatsächlichen Kosten gebracht werden.

Es gibt viel zu tun!

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Aserbaidschan: Wahlergebnisse der Präsidentschaftswahlen

Veröffentlicht am 21 Oktober 2008 von Paul Becker

Am 15. Oktober war es so weit: Aserbaidschan hat gewählt. Und nun stehen die Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen 2008 in Aserbaidschan fest. Es gab keine Überraschungen. Der Gewinner stand bereits im Vorfeld der Wahlen fest: Der Vorsitzender der “Eni Aserbaidschan”- Partei und der amtierende Präsident Ilcham Alijew.

Insgesamt bekam er 88,73% der Stimmen, was einem sowjetischen Wahlergebnis ziemlich nahe kommt. Jeder seiner Opponenten bekam weniger als 3% der Stimmen. So der Vorsitzender der Oppositionspartei “Umid” Igbal Agasade mit 2,86%, der Vorsitzender der Partei der erhabenen Schöpfung Fasil Gasanfaroglu mit 2,47%, der Vorsitzender der Volksfrontpartei Gudret Gasangulijew mit 2,28% und der unabhängige Kandidat Halamhussein Alibejli mit 2,23%. Der Vorsitzender der Liberal- Demokratischen Partei Aserbaidschans Fuad Alijew kam auf 0,78% der Stimmen und der Vorsitzender der Partei “Moderner Musawat” Hafis Gadschijew auf 0,65%.

Für größere Auflösung bitte auf die Grafik klicken

Wie der Vorsitzender der zentralen Wahlkommission Aserbaidschans Masahir Panahow gestern mitteilte wurden die Stimmen in insgesamt 8 Wahlbezirken annulliert. Welche das waren und was der Grund der Annullierung teilte Herr Panahow nicht mit.

Dies ist laut der Verfassung Aserbaidschans die zweite und letzte Amtsperiode für Ilham Alijew. Inauguration findet Morgen statt.

Paul Becker für GUS- News

Crosslinks:

- Georgien: Endgültige Ergebnisse der Parlamentswahlen
- Ukraine: Endgültige Wahlergebnisse in Kiew
- Russland: Endgültige Ergebnisse der Präsidentschaftswahl 2008

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Umfrageergebnisse

Veröffentlicht am 04 März 2008 von Paul Becker

Liebe Leser der GUS- News,

vielen Dank für Ihre rege Teilnahme an meiner Umfrage. Es hilft mir meine Seite für Sie viel interessanter zu gestalten. Hier sind die Ergebnisse der Umfrage:

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Russland: Endgültige Ergebnisse der Präsidentschaftswahl 2008

Veröffentlicht am 03 März 2008 von Paul Becker

9:30 Uhr Moskauer Zeit wurden die letzten Stimmen der Präsidentschaftswahl 2008 gezählt. Bogdanow Andrej Wladimirowitsch, ein Kandidat der Demokratischen Partei Russlands und ein politisches Noname erhielt 953 978 und somit 1,29% der Stimmen.

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