Der russische Präsident Dmitri Medwedjew beendete die Operation zur Erzwingung des Friedens und erklärte, “Der Aggressor wurde bestraft und erlitt empfindliche Verluste”.
Diese Entscheidung traf er nach einer Unterredung mit dem Verteidigungsminister Anatoliy Serdyukow und dem Generalstabschef Nikolai Makarow. Er gab aber auch eine Anweisung an das russische Militär im Falle der erneuten Krisenherdbildung in Südossetien, solche zu vernichten.
Er bemerkte auch, dass die russischen Friedenskräfte sich von bei dieser Mission von ihrer besten Seite gezeigt hatten. Er bat das Verteidigungsministerium eine Liste von Personen anzufertigen, die für ihr Engagement staatliche Auszeichnungen erhalten sollten.
Gleichzeitig koordinierten Frankreich und Russland insgesamt sechs Prinzipien der Konfliktregulierung:
1. Keine Anwendung von Gewalt
2. Endgültige Einstellung aller Kriegshandlungen
3. Freier Zugang zur humanitärer Hilfe
4. Georgische Truppen kehren auf ihre ständige Dislozierungsplätze zurück
5. Russische Truppen kehren zur ihren Vorkonfliktstellungen zurück
6. Begin internationaler Verhandlungen über den zukünftigen Status Südossetiens und Abchasiens und über die Wege ihrer stabilen Sicherheitsgarantien
Gestern Abend marschierten russische Truppen in die georgische Stadt Senaki 40 Killometer von der abchasischen Grenze entfernt. Nach den Worten der russischen Millitärs führten sie dort präventive Maßnahmen durch: “Russische Friendenskräfte führen Maßnahmen durch, deren Ziel es ist, den Beschuss Zchinvalis und die Umgruppierung georgischer Truppen, die Zchinvali wieder angreifen könnten, nicht mehr zuzulassen.”- so die russische Militärführung.Im Laufe des Abend zogen die russischen Truppen sich aus Senaki zurück.
Heute Morgen bombardierte ein russischer Kampfjet erneut die georgische Stadt Gori nicht weit von der Grenze zu Südossetien. Es gibt immer noch Kämpfe zwischen georgischen und russischen Truppen südlich von Zchinvali, jedoch ziehen sich Georgier aus dieser Region zurück, um die Verteidigung Tbilisis zu organisieren, wie es hieß.
Um 08:18 Berliner Zeit begannen die Abchasischen Truppen die Verdrängungsoperation georgischer Truppen aus der geographisch zu Abchasien gehörenden Kodory Felsschlucht, die von den georgischen Truppen in 2006 “von den Separatisten befreit wurde”. Dieser Operation ging ein Ultimatum der abchasischen Führung an die georgische Militärführung, die Felsschlucht durch einen eigens dafür von den abchasischen Truppen errichteten “Humanitären Korridor” zu verlassen. Georgische Seite lehnte dies jedoch gestern ab und teilte mit ihre Truppen seien keinesfalls umzingelt, mehr noch sie habe alle Attacken bislang erfolgreich abgewehrt.
Wie die russische Militärführung mitteilte, beteiligen sich russische Friedenskräfte nicht an der Operation. Zur Erinnerung gingen dieser Operation massiver Artilleriebeschuss und Bombardierungen seitens der Abchasier und russischer Friedenskräfte voran. 250 abchasische Fallschirmjäger landeten in der Umgebung von Tschchalta Dorfes und lieferten sich verbissene Kämpfe mit den georgischen Truppen.
Foto: apsny.ge
Abchasien erklärte sich sofort nach dem Ausbruch der Kämpfe in Südossetien berei, die “Zweite Front” zu eröffnen. Der Präsident der Nichtanerkannten Republik Abchasien Sergey Bagapsch versicherte, dass die Operation in Kodory Felsschluchtin wenigen Tagen abgeschlossen sein wird. Und bereits nach 2 ½ Stunden weiht bereits abchasische Fahne im administrativen Zentrum der Kodory Felsschlucht in Azhara.
Das Dorf Azhara war administratives Zentrum der “georgischen Regierung im Exil”- einer progeorgischen Struktur, welche die Legitimität der Führung in Suchumi (Hauptstadt der Nichtanerkannten Republik Abchasien. Anm. von GUS- News) anfocht. Der Verbleib der Mitglieder dieser Regierung ist zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt, ob sie bei den Kämpfen umgekommen, gefangengenommen worden sind, oder sich nach Tbilisi absetzen konnten lässt sich zur Zeit schwer einschätzen.
Georgischer Regierungschef Wladimir Gurgenidse sagte in einem Fernsehinterview, er sei enttäuscht über die Tatenlosigkeit der westlichen Partner Georgiens, die nach seinen Worten “Die Aggression Russlands gegenüber Georgien” nicht aufhalten konnten – berichtet die Presseagentur Interfax. Er forderte auch den Sicherheutsrat der UNO “Effektive Maßnahmen gegenüber der Aggression zu ergreifen, gegenüber denen, die von der internationalen Gemeinschaft bis jetzt ergriffen worden sind” auf. Nach seinen Worten “marschierten die russischen Okkupationskräfte” bereits in die westlichen Regionen Georgiens ein.
Der ständige Vertreter Russlands in der UNO Witaliy Tschurkin sagte gegenüber den Journalisten, Russland werde die Französische Resolution über den Konflikt in Südossetien nicht annehmen, da sie einer ernsten Ausbesserung bedarf. Er betonte dabei, dass es in der Resolution bislang kein einziges Wort über die georgische Aggression und Verbrechen steht.
Der US- amerikanische Präsidentschaftskandidat der Demokraten Barak Obama verurteilte unterdessen die “Russische Aggression”. Er sagte in einem Interview zu CNN:
“No matter how this conflict started, Russia has escalated it well beyond the dispute over South Ossetia and invaded another country”
Senator John McCain, ein Präsidentschaftskandidat der Republikaner sagte bereits am 08. August in einem Interview zu CNN:
“Russia should immediately and unconditionally cease its military operations and withdraw all forces from sovereign Georgian territory…”
Er verlor also kein Wort darüber, wer den Krieg vom Zaun gebrochen hat, während Obama indirekt Georgien die Schuld zugewiesen hat.
Der ehemalige sowjetische Regierungschef Michail Gorbatschow veröffentlichte in der Washington Post einen Artikel unter dem Namen “A Path to Peace in the Caucasus”,in demer die Schuld eindeutig der georgischen Regierung zuschreibt:
What happened on the night of Aug. 7 is beyond comprehension. The Georgian military attacked the South Ossetian capital of Tskhinvali with multiple rocket launchers designed to devastate large areas. Russia had to respond. To accuse it of aggression against “small, defenseless Georgia” is not just hypocritical but shows a lack of humanity.
Mounting a military assault against innocents was a reckless decision whose tragic consequences, for thousands of people of different nationalities, are now clear. The Georgian leadership could do this only with the perceived support and encouragement of a much more powerful force. Georgian armed forces were trained by hundreds of U.S. instructors, and its sophisticated military equipment was bought in a number of countries. This, coupled with the promise of NATO membership, emboldened Georgian leaders into thinking that they could get away with a “blitzkrieg” in South Ossetia.
In other words, Georgian President Mikheil Saakashvili was expecting unconditional support from the West, and the West had given him reason to think he would have it. Now that the Georgian military assault has been routed, both the Georgian government and its supporters should rethink their position.
Die Lösung des Konflikts liegt seiner Meinung nach in seiner seit Langem formulierten Idee eines föderativen Georgiens und eines breiten Autonomiestatus für Abchasien und Südossetien, das durch ein Sicherheitssystem (kontrolliert durch internationale Gemeinschaft) gewährleistet wird, welches jegliche Provokationen unterbinden kann. Er ging in seinem Bericht auch auf die besonderen historischen Interessen Russlands in der Region.
Das Untersuchungskommitee der russischen Staatsanwaltschaft begann mittlerweile das Sammeln der Beweismaterialien georgischer Verbrechen in Südossetien, teilte die vesti.ru mit.
Der russische Außenminister Sergey Lawrow sagte in einer Pressekonferenz nach dem Treffen mit seinem finnländischen Kollegen und Vorsitzenden der OSZE Alexander Stubb, georgische Regierung habe jegliches Vertrauen verspielt.
Nach den Worten Lawrows liegt die Verantwortung für die Beschlussfassung einer Aggression gegen Südossetien gänzlich bei der georgischen Regierung. “Mehr als 2000 Menschen sind gestorben. Alles ethnische Ossetier und die Mehrheit von Ihnen Russische Staatsbürger. Zchinvali und andere Ortschaften sind komplett zerstört. Es geht hier um ethnische Säuberungen und Genozid” unterstrich Lawrow.
Russland verfolge keine anderen Ziele als Friedensherstellung und Sicherung der Lebensbedingungen des südossetischen Volkes. “Russische Handlungen in Südossetien fallen unter den §51 der UNO- Charta, die individuelle und kollektive Selbstverteidigung regelt”- sagte er, daran erinnert, dass “unsere (russische) Soldaten angegriffen worden sind”.
Gestern Abend erklärte Präsident Georgiens Michail Saakaschwili einseitige Einstellung der Kriegshandlungen. Trotz dieser Erklärung beschoss georgische Artillerie in der Nacht vom Sonntag zu Montag die äußeren Bezirke Zchinvalis. Georgische Luftwaffe bombardierte russische Stellungen südlich von südossetischer Hauptstadt, durch einen Beschuss von Düsengetriebenen Raketensystemen “Grad” starben heute früh in Zchinvali 3 russische Soldaten, 18 wurden teilweise schwer verletzt.
Reportage des russischen Fernsehsenders Vesti über die Situation von heute Nacht
Russische Luftwaffe griff mit insgesamt 50 Kampfflugzeugen Ziele in Georgien an, sagte der Vertreter georgischen Außenministeriums in einem Interview gegenüber der Presse. Nach der Bombardierung der Nordgeorgischen Stadt Gori mit 50 Tausend Einwohnern deren Ziel die Kasernen der georgischen Armee rund um Gori waren, starben durch fehlgeleitete Raketen duzende Zivilisten in den Trümmern der Häuser. Im Laufe des heutigen Morgen attackierte die russische Luftwaffe Ziele in dem Dorf Kodschori nicht weit von Tbilisi entfernt.
Beide Konfliktparteien einigten sich auf die Bildung von Transportkorridoren, um Tote und Verletzte aus der Konfliktzone heraustransportieren zu können. Die Vereinbarung ermöglichte auch Evakuierung von Verletzten aus dem Keller des zerstörten Zchinvaler Krankenhauses.
Unterdessen wurde georgische Seite beschuldigt, durch die Sprengung des Bewässerungskanals, der schon oft ein Zankapfel der beiden Parteien in diesem Konflikt war, Zchinvali buchstäblich versuchen zu ertrinken. Die Pressesprecherin der südossetischen Führung Irina Gaglojewa sagte gegenüber der Presse, Ziel dieser Aktion sei es die Keller der zerstörten Hauptstadt zu fluten, damit die Menschen in Zchinvali keinen Schutz mehr vor Bomben hätten.
An der sogenannten “Zweiten Front” in Abchasien heizt sich die Atmosphäre weiter auf. Nach dem Einmarsch von 9000 russischen Soldaten mit rund 350 gepanzerten Einheiten und der Einkreisung georgischer Truppen durch abchasische Kriegsverbände im oberen Kodorital, stellte die abchasische Seite heute einen Ultimatum. Sie erklärte sich bereit einen “Humanitären Abzugskorridor” zu öffnen, um den Abzug georgischer Streitkräfte und Zivilisten zu ermöglichen. Falls die georgische Seite das ablehnen sollte, sieht sich Abchasien gezwungen die eingekreisten georgischen Truppen zu vernichten.
Georgische Seite wies die Aussage zurück, georgische Truppen seien in der Kodorky Felsschlucht eingekreist worden. Alle Angriffe wurden erfolgreich abgewehrt, hieß es im Interview des Vertreters vom Innenministerium Georgiens Schota Utiaschwili.
Auch die Situation auf dem Meer ist alles Andere als entspannt. Gestern Abend versuchten georgische Raketenschnellboote die Kampfschiffe der russischen Schwarzmeerflotte, die in Gewässern Abchasiens patrouillieren zu attackieren, nach mehreren Warnschüssen, die unbeachtet blieben eröffneten die russischen Kampfschiffen das Artilleriesperrfeuer, dabei wurde ein georgisches Raketenschnellboot versenkt, die restlichen drei drehten um und verschwanden im Hafen von Poti.
Wie die russische Presseagentur RIA Novosti berichtet, sagte der georgische Präsident in einem Fernsehinterview gegenüber der CNN, dass auf einer Nichtexplodierten russischen Bombe folgende Aufschrift auf Russisch stand: “Das ist für Amerikaner, das ist für NATO”.
Wie die Agentur weiter berichtet legte der georgische Präsident keinerlei Beweise vor.
“Die Vereinigten Staaten werden in Georgien sehr geschätzt und das könnte auch der Grund dafür sein, warum wir jetzt angegriffen werden”- zitiert RIA Novosti sein Interview.
Stellvertretende Chef der Kremladministration Aleksey Gromow sagte dem Korrespondenten RIA Novosti: “Propagandatricks, gestellte Aufnahmen- ist eine Kunst, die von georgischen Propagandisten gut erlernt wurde und so wie es aussieht lernen sie immer mehr dazu… Das wird aber keinen irreführen.”
Der Vize Präsident Dick Cheney verurteilte unterdessen die russische Aggression gegenüber Georgien und drückte in einem Telefongespräch mit Michail Saakaschwili seine Solidarität mit Georgien aus. Er sagte auch: “Die russische Aggression wird nicht unbeantwortet bleiben und wird ernsthafte Konsequenzen in den Beziehungen Russlands mit den USA und der internationalen Gemeinschaft haben.”
U.S. President George Bush on Sunday condemned the violence between Russia and Georgia.
“My administration has been engaged with both sides of this trying to get a ceasefire,” Bush told NBC’s Bob Costas in an interview in Beijing, China, where the president has attended Olympic events.
Vice President Dick Cheney spoke to Saakashvili about the fighting and praised him “for his government’s restraint, offers of cease-fire, and disengagement of Georgian forces from the zone of conflict in the South Ossetian region of the country,” according to the vice president’s office.
“The vice president told President Saakashvili that Russian aggression must not go unanswered, and that its continuation would have serious consequences for its relations with the United States, as well as the broader international community,” Lea Anne McBride, press secretary to Cheney, said in a statement.
Die Präsidenten der beiden abtrünnigen Republiken Südossetien und Abchasien vereinbarten in einem Telefongespräch heute Morgen, in der näheren Zukunft sich an die internationale Gemeinschaft mit der Bitte, die Unabhängigkeit dieser beiden Länder anzuerkennen, zu wenden.
“Wie viel ossetinisches Blut muss noch vergossen werden, damit unsere beiden Republiken endlich anerkannt werden? Das war Genozid.” – unterstrich Kokojty im Gespräch mit Sergey Bagapsch. Seinerseits informierte Bagapsch Kokojty über die Maßnahmen, die seine Republik bezüglich der georgischen Aggression gegenüber Südossetien unternimmt. Bagapsch sagte auch, Abchasien sei bereit beliebig große Anzahl südossetischer Flüchtlinge aufzunehmen und sie in den Sanatorien der Republik unterzubringen.
Zum Schluss möchte ich Ihnen heute, so wie ich das Gestern schon getan habe einige Bilder des Krieges zeigen, lassen Sie diese auf sich einwirken:
Heute früh erklärte das Innenministerium Georgiens, dass die georgischen Truppen vollständig vom Territorium Südossetiens abgezogen sind. Das erklärte der Pressesprecher des georgischen Innenministeriums gegenüber der Presseagentur Reuters. Der Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates Georgiens Alexander Lamaya sagte, dass die georgische Truppe sich auf die neuen Positionen begeben haben nachdem es die ganze Nacht Kämpfe um die beherrschende Höhen von Zchinvali mit den russischen und südossetischen Armeeverbänden geliefert haben.
Der stellvertretende Generalstabschef Russlands Anatoliy Nogovizyn bestätigte diese Informationen in einer Pressekonferenz vor rund einer Stunde. Gleichzeitig sagte er, dass die russischen Truppen den Großteil Zchinvalis kontrollieren.
Währenddessen gingen die Kämpfe rund um Zchinvali mit unverminderter Härte weiter. Die Verluste auf der russischen Seite steigen weiter an. Über die georgischen Verluste gibt es keine offiziellen Angaben.
Die offiziellen südossetischen Stellen teilten heute mit, dass beim Sturm auf Zchinvali mehrere Schwarze Söldner oder Ausbilder teilgenommen haben, deren Leichen jetzt gefunden worden sind. Diese gefundenen Leichen veranlassten den Präsidenten Südossetiens Eduard Kokojty zu der Aussage, auf Seiten Georgiens kämpfen viele Söldner. Das offizielle Tbilisi bestätigte diese Informationen nicht.
Russischer Beauftragter für Menschenrechte Wladimir Lukin trat für die Bildung eines speziellen Internationalen Gerichtshofes für Südossetien auf. Seinen Worten nach müssen die Verantwortlichen für den Massenmord in der Konfliktzone vor Gericht gestellt werden. Er erinnerte daran, dass die Zahl der Todesopfer in Südossetien mittlerweile in Tausende geht. “Diejenige, die diese nächtliche Vernichtung Zchinwalis befohlen haben, sind natürlich die Hauptverantwortlichen” – ergänzte er in seinem Interview. Das russische Innenministerium sprach über die Möglichkeit, sich bezüglich der Ermordung russischer Friedenskräfte an die internationalen Gerichtshöfe im Haag und Straßburg zu wenden.
Die russische Luftwaffe (hier zwei russische SU- 25 Bomber) bombardierte heute früh mittlerweile die fünfte georgische Stadt. Nach der Bombardierung der Hafenstadt Poti und der Militärbasis in Senaki, sowie der Kodorsky Felsschlucht an der Grenze zu Abchasien und der Vorstadt von Tbilisi griffen russische Flugzeuge heute die Stadt Sugdidi, die an der Grenze zu Abchasien liegt, an.
Der Speaker des georgischen Parlaments David Bakradse warf Russland Vorbereitungen eines Bodenangriffes auf dieses geographisch zu Abchasien gehörenden Teils Georgiens vor. Sugdidische Zivilbevölkerung wird evakuiert.
Der Generalstab russischer Armee lehnt kategorisch alle Beschuldigungen von Bombardierungen georgischer Ortschaften.
Laut der Aussage des georgischen Arbeits-, Gesundheits- und Minister für Soziales Alexander Kwitaschwili beliefen die zivilen Opfer in Gori mittlerweile auf 92 Menschen.
Die offiziellen russischen Stellen weigerten sich diese Information zu kommentieren.
Ein Militärexperte, der anonym bleiben wollte sagte gegenüber der Interfax aus, dass die Umdislozierung der Kriegsflotte eine Vorbereitung der Seeblockade Georgiens bedeutet.
Ukrainische Regierung drohte unterdessen die Schiffe der Schwarzmeerflotte, die in Richtung Georgien vom ukrainischen Hafen Sewastopol, der von der russischen Marine gepachtet wird, ausgelaufen sind, nicht mehr reinzulassen. Wie das Auslandsministerium der Ukraine erklärt, möchte das Land nicht mit dem bewaffneten Konflikt in Georgien in Verbindung gebracht werden.
Das russische Aussenministerium warf gestern der Ukraine vor, den bewaffneten Konflikt durch die Waffenverkäufe an Georgien angeheizt zu haben. Russland kritisierte in Vergangenheit bereits mehrmals das Land für die Waffenlieferungen an Georgien. Diese Kritik wurde in Kiew aber als unbegründet zurückgewiesen, da das Land die Waffenverkäufe im Anklang mit dem internationalen Recht tätigt und nur die Länder beliefert, über die kein Waffenembargo verhängt worden sind. Im Bezug auf Georgien gibt es keine Sanktionen für Waffenlieferungen, hieß es aus Kiew.
Gestern unterschrieb der ukrainische Präsident Wiktor Juschtschenko einen Ukas über die Lieferungen humanitärer Hilfe an georgische Zivilbevölkerung, die Opfer der bewaffneten Auseinandersetzungen wurde. Die Anlieferung von Medikamenten und Lebensmitteln erfolgt innerhalb der nächsten drei Tage, sagte der Präsident.
Die Protestaktionen vor der georgischen Botschaft in Moskau gehen mittlerweile in den dritten Tag. Eine Bildreihe dazu finden sie auf der Seite der lenta.ru
Moskauer Miliz verstärkt Patroullien von öffentlichen Plätzen und kontrolliert wie Interfax berichtet, Dokumente bei den Zugewandertern aus dem Kaukasus. Die Situation Georgier in Moskau wird sich meiner Meinung nach angesichts dieser Bilder weiter verschlimmern. Rund eine Million ethnischer Georgier leben in Russland, Großteil davon in Moskau und anderen Großstädten.
Unterdessen kritisierten die USA Russland scharf für das militärische Vorgehen gegen Georgien. Wir sind alarmiert”, sagte James Jeffrey, der stellvertretende nationale Sicherheitsberater von US-Präsident George W. Bush heute in Peking. Russland verhalte sich gefährlich und unangemessen. Sollten sich Berichte über russische Bodenangriffe in Georgien als wahr erweisen, “wären wir sehr besorgt”, betonte er. Eine weitere Eskalation vonseiten der Regierung in Moskau werde erhebliche langfristige Folgen für die amerikanisch-russischen Beziehungen haben.
Wie ich das schon befürchtet habe, schlägt dieser Konflikt immer höhere internationale Wellen.
Zum Schluss möchte ich noch die Hässlichen Bilder des Krieges zeigen: