Fotos: weltkriegsopfer/ MVregio

Der Friedhof ist einer der vier letzten großen Sammelfriedhöfe, die der Volksbund für die Russische Föderation vorgesehen hat. Das etwa vier Hektar große Areal bietet Raum für 40 000 bis 50 000 Gräber. Derzeit liegen für das umliegende Gebiet ungefähr 30 000 Grabmeldungen vor. Die Gräber stammen aus der Zeit des deutschen Vormarsches 1941 und des Rückzuges 1944. Nach den bisherigen Erfahrungen wird der Volksbund deutlich mehr Tote bergen können. 2004 begann der Ausbau. Gegenwärtig sind hier etwa 14 000 Tote bestattet.
An der Zeremonie nahmen 400 Menschen teil, 150 davon waren Angehörige der in Russland gefallenen Wehrmachtssoldaten. Der Friedhof an der Grenze zu Lettland ist nach Angaben des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge einer der fünf letzten großen Sammelfriedhöfe, die der Verband in Russland noch errichten will. Weitere Anlagen sollen in Kursk, Apscheronsk im Kaukasus, Gagarin und bei Woronesch entstehen. In der Vergangenheit hatte es dabei häufig Schwierigkeiten mit kommunistischen Politikern oder Offiziersverbänden gegeben.
Quellen: weltkriegsopfer
Kommentar gusnews:
Es ist erstaunlich, dass so etwas in Russland überhaupt möglich ist. Zu Sowjetzeiten wäre es undenkber gewesen, die gefallenen Deutschen mit auch nur einem Wort zu erwähnen. Wenn nicht einmal das Schicksal Millionenen gefallener russischer Soldaten bekannt ist. Es ist ein sehr humaner Akt seitens der Russen, endlich auch den Hinterbliebenen gefallener deutscher Soldaten einen Ort aufzuzeigen, wo sie endlich nach Jahrzehnten richtig Abschied nehmen können.
Es hat mich sehr erstaunt, als ich nach Deutschland kam, wie sehr man sich hier um die Denkmäler russischer gefallener Soldaten kümmert, obwohl das der ehemaliger Feind war. Ich weis noch, dass der erste Gedanke von mir war als ich den russischen Friedhof in Seelow (siehe Gedenkstätte Seelow und Schlacht um Seelow ) besucht habe, wie weit doch die Deutschen menschlich vorangeschritten sind, dass sie die Gräber ihrer ehemaliger Feide so hegen und pflegen und dass es auch vielleicht an der Zeit wäre in Russland diesen Schritt zu wagen. Ich freue mich, dass die Beziehungen zwischen Russland und Deutschland sich auf so einem guten Niveau befinden, dass es jetzt auch eine Gedenkstelle für die gefallenen deutschen Soldaten gibt.
Crosslinks:
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