Eine interessante und originelle Strategie zur Bekämpfung der Rückstände in den Lohnverbindlichkeiten dachte sich die ukrainische Premierministerin Julia Timoschenko aus.

Quelle: tymoshenko.com.ua
Den ukrainischen Betrieben und Unternehmungen, die weiterhin ihren Lohnverbindlichkeiten nicht nachkommen, droht nun die Verstaatlichung, ließ Frau Timoschenko verlautbaren.
Weiterhin befahl sie der ukrainischen Regierung Betriebe zu ermitteln, die die meisten ihrer Mitarbeiter gekündigt hatten und der restlichen Belegschaften ihre Löhne und Gehälter nicht auszahlen. Was mit diesen Betrieben geschehen soll, steht noch in den Sternen, die Liste der Betriebe soll aber zumindest publik gemacht werden, wenn es nach Timoschenko gehen soll.
Im Staatssektor wird jedes Ministerium einzeln zur Verantwortung gezogen. Das Ziel ist, die Rückstände im staatlichen Sektor bis Mitte März zu beseitigen.
“März- ist das Datum, ab dem ich jedem Minister seinen Pelz abziehen werde”- betonte Timoschenko. Zunächst sollen den Verantwortlichen Staatsbeamten die Löhne gestrichen werden bevor sie dann im nächsten Schritt gekündigt werden.
Die Rückstände in den Lohnverbindlichkeiten wuchsen seit Anfang des Jahres um 36% und beliefen sich im Februar auf 1,5 Mrd. Griwna, oder rund 170 Millionen US $.
Diesen Schritt könnte als einen Verzweiflungsakt im Kampf gegen die desolate wirtschaftliche Situation im Lande interpretiert werden.






