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Russland- Kasachstan und Weißrussland: Dreier Zollunion unterzeichnet

Veröffentlicht am 05 Juli 2010 von Paul Becker

Am heutigen Vormittag unterzeichneten die Präsidenten der drei Nachfolgeländer der Sowjetunion nach langen Verhandlungen einen Vertrag über eine gemeinsame Zollunion.

Dies teilte der der russische Präsident Dmitri Medwedew heute früh der Presse mit. Mit einigen Ausnahmen sind im gemeinsamen Zollraum die Zollgebühren und wirtschaftlichen Beschränkungen aufgehoben. Auch für Importgüter gilt für die Länder der Zollunion ab sofort ein einheitlicher Zolltarif.

Insgesamt entfielen 2009 rund 14,54% (eigene Berechnungen, basierend auf den Daten des Rosstat) des russischen Außenhandelsumsatzes auf die GUS- Länder und Georgien. Der Löwenanteil ging dabei auf das Konto von Weißrussland und Kasachstan (50,29%, eigene Berechnungen, basierend auf den Daten des Rosstat).

Weitere Länder der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten bekundeten bereits ihr Beitrittsinteresse.

Bei der Ausarbeitung von diesem Artikel wurden Materialien von Ria Novosti und Rosstat benutzt

Paul Becker

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Russlands Wirtschaft erholt sich

Veröffentlicht am 28 April 2010 von Paul Becker

Liebe Leser der GUS- News,

gestern erschien auf der Seite der russischen Presseagentur Ria Novosti folgender Artikel:

Russlands BIP wird 2010 um vier Prozent wachsen – Finanzminister Kudrin

Russlands BIP wird in diesem Jahr um rund vier Prozent wachsen. Das teilte Russlands Vizepremier und Finanzminister Alexej Kudrin am Sonntag russischen Journalisten in Washington mit.

“Dieses Jahr wird für Russlands Wirtschaft besser sein als bisher angenommen”, stellte er fest. “Wir haben ein Wachstum von 3,3 Prozent prognostiziert, es wird aber bei rund vier Prozent liegen. Wir arbeiten an einer Prognose für dieses Jahr, die in den nächsten Tagen abgeschlossen wird.”

Letzte Woche hatte auch der Internationale Währungsfonds seine Prognose für das Wachstum der russischen Wirtschaft von 3,6 auf 4,0 Prozent nachgebessert. Russlands Vizewirtschaftsminister Andrej Klepatsch teilte Mitte März mit, dass sein Ministerium ein BIP-Wachstum von vier bis 4,5 Prozent nicht ausschließt.

Diese Prognose ist sehr spannend, denn 2009 schrumpfte das russische BIP den Angaben des Internationalen Währungsfonds nach, noch um rund 7,9%. Die Gründe für dieses Schrumpfen im Jahr 2009 und die positiven Aussichten für das Jahr 2010 liegen in den Preisveränderungen auf den internationalen Rohstoffmärkten.

Nachfolgend erhalten Sie einen Überblick über die Preisentwicklung von drei Grundstoffen (Erdöl, Aluminium und Nickel) – alles Produkte, welche die Russische Föderation ausführt.

Erdölpreisentwicklung in den letzten 5 jahren (entnommen am 28. April 2010)

Quelle: finanzen.net

Aluminiumpreise in den letzten 5 Jahren (entnommen am 28. April 2010)

Quelle: finanzen.net

Nickelpreise in den letzten 5 Jahren (entnommen am 28. April 2010)

Quelle: finanzen.net

Nach einem massiven Einbruch der Grundstoffpreise im August 2008, kurz nach dem Ausbruch der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise, erholten sie sich 2009 zusehends. Wenn dabei bedenkt wird, dass noch im Jahr 2007 rund 80,8% aller russischen Ausfuhren auf Mineralprodukte (Erdgas, Erdöl), Metalle und Edelsteine entfielen, ist der Zusammenhang mit dem Einbruch des russischen BIP und der Preisentwicklung für diese Exportprodukte ohne weiteres nachvollziehbar.

Mit dem Einruch der Preise 2008 fuhr die Russische Föderation zum ersten Mal seit Jahren wieder ein Budgetdefizit von 9,4% ein. Zwar wird 2010 die Ausgabeseite immer noch über der Einnahmeseite liegen, sinkt dieser Wert jedoch voraussichtlich auf 7,5%. Insgesamt erwarten die russischen Ökonomen noch bis 2012 ein negatives Budgetsaldo, was die Regierung des Landes jetzt dazu veranlasst hat zum ersten Mal seit 1998 wieder Eurobonds im Wert von 5 Milliarden US Dollar in Umlauf zu bringen. Nichtsdestotrotz lassen die steigenden Einnahmen aus dem Exportgeschäft die Prognosen wieder besser aussehen. Und dass ist auch notwendig, denn die nächsten Präsidentschaftswahlen 2012 stehen bereits vor der Tür.

Paul Becker

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Ukraine: Wirtschaftseinbruch von 15% des BIP in 2009

Veröffentlicht am 01 März 2010 von Paul Becker

Ukrainisches BIP sank 2009 um 15 Prozent. Diese Daten wurden am 28. Februar vom Staatlichen Ausschuss der Ukraine veröffentlicht.

Nominales BIP für das Jahr 2009 belief sich auf 912 563 000 000 Griwna (etwa 115 Milliarden US-Dollar), was 85 Prozent des Wertes von 2008 darstellt. Dies war das größte Wirtschaftseinbruch unter allen europäischen Ländern seit dem Ausbruch der Wirtschafts- und Finanzkrise im August 2008.

Die Prognosen der Nationalbank der Ukraine und das Ministerium für Wirtschaft, die einen Abschwung von 15 Prozent vorhersagten, haben sich leider bewahrheitet.

Die Höhe der öffentlichen Verschuldung erhöhte sich in 2009 auf 35% des BIPs. Ukrainisches Parlament Werchowna Rada verabschiedete jedoch bis heute noch keinen Haushalt 2010.

Die schwierige wirtschaftliche Lage in der Ukraine entstand aufgrund der fehlenden Liquidität des Landes, bedingt durch die Weltwirtschaftskrise und einen drastischen Rückgang der Nachfrage nach ukrainischen Exporten.

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Russland: Erneute Forderung zur Modernisierung Russlands

Veröffentlicht am 12 Februar 2010 von Paul Becker

Die “erniedrigende” Abhängigkeit Russlands vom Rohstoffexport muss beseitigt und das Forschungs- und Industriepotential des Landes modernisiert werden. Das waren die Worte von Präsident Medwedew Anlässlich einer Wirtschafsberatung mit Großunternehmern Russlands im sibirischen Tomsk

“Eine Wirtschaft, die auf ihre den Abbau ihrer Rohstoffe setzt, hat keine Zukunft” – so Dmitri Medwedew. “Russlands Wirtschaft braucht neue Technologien und einen größeren Anteil von Innovationen an den Investitionsprogrammen”, führte er seinen Gedanken fort.

“Ich bin der Ansicht, dass die Pflicht aller Privatunternehmen darin besteht, ihren gewichtigen Beitrag zur Bildung eines modernen Wirtschaftsmodells Russlands zu leisten”, wandte sich Medwedew an die Großunternehmer.

Er brachte auch die Hoffnung zum Ausdruck, dass der Staat und die Wirtschaft über die Innovationserneuerung der Wirtschaft übereinkommen, einander verstehen, ein konkretes Programm entwerfen und Grundlagen einer langfristigen Politik schaffen werden.

Seine Worte stehen im Anklang mit den Worten seines Vorgängers Wladimir Putin (hier, hier und hier)

Irgendwie erinnert mich das Alles so sehr an die berühmte Fabel von Krylow:

Bild: bee-bee.ucoz.ru

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Bild: bee-bee.ucoz.ru

Ungleiches Gespann

Wenn zur Genossenschaft sich Eintracht nicht gesellt,
Ist es mit dem Werke schlecht bestellt:
Es gibt nur Quälerei, und man bringt nichts zurecht.
Einst wollten Schwan und Krebs und Hecht
Fortschieben einen Karren mit seiner Last
Und spannten sich zu dreien davor in Hast.
Sie tun ihr Äußerstes; er rückt nicht von der Stelle.
Die Last an sich wäre ihnen leicht genug,
Allein der Schwan nimmt aufwärts seinen Flug,
Der Krebs keucht rückwärts, und der Hecht strebt in die Welle.
Wer schuld nun ist, wer nicht, darüber hier kein Wort,
Der Karren aber steht noch immer dort.

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