Tag Archiv | "Zentralasien"

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Mit dem Zug durch Kasachstan und Usbekistan 5/5

Veröffentlicht am 06 März 2009 von Paul Becker

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Mit dem Zug durch Kasachstan und Usbekistan 4/5

Veröffentlicht am 06 März 2009 von Paul Becker

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Umfrage: Die längste Regierungszeit

Veröffentlicht am 31 Juli 2008 von Paul Becker

Liebe Leser der GUS- News,

vor ein paar Wochen wollte ich von Ihnen wissen, wer Ihrer Meinung nach der am längsten amtierende Präsident sei. Hier kommen nun die Ergebnisse der Umfrage:


Für größere Auflösungen bitte auf die Graphik klicken

Die meisten Leser der GUS- News waren der Meinung, dass Nursultan Nasarbajew (Der amtierende kasachische Präsident) am längsten im Amt sei. Keiner der Leser gab seine Stimme Emomali Rachmon.

Die richtige Antwort wäre aber und das hat nur ein Leser der GUS- News gewusst:

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Russland, Zentralasien und demographischer Wandel

Veröffentlicht am 03 Oktober 2007 von Paul Becker

Bild: wikipedia

Saodat Alimowa, eine Expertin in Sachen der Arbeitsmigration in den Zentralasiatischen Ländern: Russland wird die Menschen anwerben, um die Folgen des demographischen Wandels abzudämpfen.

- “Morgen werden die Migranten aus zentralasiatischen Ländern vorwiegend nur in Russland arbeiten”.

Die Perspektive der Schaffung eines gemeinsamen Arbeitsmarktes in den Ländern Zentralasiens erscheint der Expertin aus Duschanbe in 15- 20 Jahren als möglich.

- “Es wird es dann möglich, wenn es Transportkorridore durch diese Länder eröffnet werden, wenn um sie herum die Marktinfrastruktur entwickelt wird. Diese Korridore werden ein Stimulus für die Entwicklung kleinen und mittleren Unternehmertus geben, sie werden die Entwicklung der Industrieproduktion in diesen Ländern begünstigen. Und dann wird eine Notwendigkeit in Arbeitskraft entstehen. In diesem Fall wird die zentralasiatische Integration des gemeinsamen Arbeitsmarktes möglich und es werden die Bedingungen für den Transfer der Arbeitskraft aus einem Staat in den nächsten geschaffen. Doch das passiert nicht morgen, sondern erst in 10- 15 jahren” - meint die Expertin.

© migrocenter.ru

Nach Meinung von Dr. S. Alimowa, “werden die Migranten aus Zentralasien morgen vorwiegend in Russland arbeiten”.

- “Und ich denke, dass Russland langsam zu begreifen anfängt, dass es Arbeitskräfte braucht, es wird wie ein Staubsauger nicht nur die Arbeitskräfte ansaugen, sondern alle, die imstande sind die Bevölkerung zu reproduzieren, Männer und Frauen. Auf die Frage, wo sie denn alle herkommen sollen, gibt es nur eine Antwort – aus Zentralasien. Russland braucht in den nächsten 2 bis 3 Jahren mindestens 15 Mio. Arbeitsmigranten. Wo können sie angeworben werden? Nur hier in Usbekistan, Kirgistan und Tadschikistan.” - so Alimowa.

Laut Meinung der Expertin bleiben die Länder Zentralasiens momentan in Ungewissheit bezüglich der Fragen von Migrationspolitik.

- “Russland ist sich selbst noch nicht sicher wie es seine Migrationspolitik betreiben soll. Meine Meinung ist, dass Russland einfach die Menschen ins Land holen wird, um dem demographischen Wandel entgegenzuwirken. Wenn das der Fall sein wird, dann sind all unseren Überlegungen bezüglich der Schaffung eines gemeinsamen Zentralasiatischen Arbeitsmarktes grundlos, da Russland, wie z.B. Kanada, eine große Anzahl an Menschen für den dauerhaften Aufenthalt aufnehmen wird. Um diese Ziele erreichen zu können, wird Russland bestimte Privilegien einführen. Und die Anfänge dieser Maßnahmen können wir bereits jetzt beobachten. Und solche Szenarioentwicklung ist unumgänglich und in diesem Fall werden wir selbst Probleme mit der Arbeitskraft bekommen”- meint die Expertin.

Wie Frau S. Alimowa bemerkt hat, begann auch in den Ländern Zentralasiens der demographische Wandel: Alle Länder verbuchen bereits senkende Geburtenraten, insbesondere im bevölkerunsreichem Usbekistan.

- “In 15 Jahren pendelt sich die zentralasiatische Geburtenrate auf dem Niveau Polens ein, wobei der Abfluss der Arbeitskraft nach Russland sich nicht verringern wird.” sagte die Expertin.

Wenn Russland aber beschließt nur Arbeitskräfte aufzuhnemen, was bei der “Entvölkerung” mancher Regionen eigentlich undenkbar ist, dann kann sich die Situation ändern. Wenn Russland “Die Arbeitsmigrationzyklusvorschlag der Europäischen Union annimmt, dann bekommen die Länder Zentralasiens die Möglichkeit einen gemeinsamen Arbeitsmarktmit den Transportkorridoren zu schaffen.

- Das Problem aller zentralasiatischer Länder besteht darin, dass unsere Länder von einer riesigen Anzahl Außenfaktoren abhängig sind- wie verhalten sich Russland, China, die Europäische Union, Länder Südostasiens. Unsere Länder befinden sich in der Mitte und sind abhängig von Allen. Anstatt sich dynamisch auf die Herausforderungen der Außenwelt zu reagieren, tun wir nichts.” – sagte Saodat Alimowa abschließend.

Quelle: Tazar

Übersetzung: Paul Becker/ gusnews

Kommentar: Ich erlaube es mir, eine andere Meinung als Frau Alimowa zu vertreten. Es stimmt schon, dass Russland zu einem Migrationsland werden soll, doch die Arbeitskräfte könnnen, müssen aber nicht zwangsweise aus den Zentralasiatischen Republiken kommen. Es gibt ein weit größeres Reservoir an Arbeitskräften als Zentralasien- nämlich China, mit ihren 200- 300 Millionen Wanderarbeitern jährlich. Und wenn jetzt einer sagt, “na ja aber die Zentralasiaten sprechen wenigstens Russisch und können besser integriert werden”, dann sage ich, dass das nur bedingt zutreffend ist. Denn seit nun 17 Jahren Unabhängigkeit, sprechen bei weitem nicht alle Russisch. Aber auch die Akzeptanz in der russischen Bevölkerung gegenüber den “Gastarbeitern” (so werden sie auch im Russischen genannt) lässt noch zu wünschen übrig. Angesichts des Bevölkerungsrückganges ist es verwunderlich, dass es kein Umdenken stattfindet, ganz im Gegenteil, die rassischen und andere Vorurteile nehmen in der russischen Bevölkerung sogar zu. Und es gibt keine Gegensteuerung seitens der Regierung – keine PR- Kampagne, keine Aufklärung.

Aber auch die Idee der Transportkorridore für Arbeitskräfte in Zentralasien ist meiner Meinung nach ein Humbug. Kasachstan sucht jetzt zwar händeringend nach Arbeitskräften, um seine Wirtschaft wieder aufzubauen, doch es sind nicht die Usbeken (es gab und gibt große interetnische Spannungen zwischen den Usbeken und Kasachen), oder Tadschiken, sonder Spätaussiedler, die zurückkehren sollen. Bevor Jahrhundertealte Fehden nicht beigelegt werden, kann es von einem gemeinsamen zentralasiatischen Arbeitsmarkt keine Rede sein. Aber vielleich könnte es der erste Schritt zu einer gemeinsamen Zukunft Zentralasiens werden, um die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts in einem sehr starken politischen, militärischen und wirtschaftlichen Umfeld meistern zu können. Wer weis, wer weis.

Crosslinks:

- Wie sollte sich die westliche Welt gegenüber den “Demokratien” Zentralasiens verhalten?
- Wir haben enormes Potenzial!
- EU hat erstmals Zentralasienstrategie
- Zu viel Rücksicht auf Despoten
- Kasachstan fordert Reform der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten

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